Service-Tipps

03.12.2013 14:31 Age: 4 yrs
Category: Servicetipps

Wintercheck fürs Bike

Den Geist der Freiheit genießen und über die Landstraßen cruisen – damit ist für viele Biker vorerst wieder Schluss. Die Wintersaison hat begonnen und damit auch die Ruhepause der geliebten Möhre. Hier ein paar hilfreiche Tipps fürs richtige Einmotten.


Zum richtigen Einmotten der Möhre gehört das Abspritzen vor der Rundum-Pflege. Den Hochdruckstrahl aber nicht auf die Elektronik richten. (Bild: CC)

Wenn das zweirädrige Gefährt den Winter gut überstehen soll, reicht ein bisschen Abspritzen mit Wasser aber nicht aus. Dennoch ist es kein Hexenwerk, das Motorrad für die Überwinterung bereit zu machen und der Aufwand relativ gering.

Schwamm statt Strahl

Bevor es ans Eingemachte geht, das Motorrad in eine Waschbox stellen und den Motor abkühlen lassen. Eine Großreinigung auf Straßen, Garageneinfahrten oder in Gärten ist verboten. Ist ein passender Ort gefunden, beginnt die Vorwäsche. Vorsicht rät der ADAC bei der Verwendung von Hochdruckreinigern: Den Strahl nicht direkt auf Radnaben, Schwinge, Lenkkopflager, Hebel, Kühler, Reifen oder Ketten richten, damit kein Wasser in die Elektrik und Elektronik gelangt. Schonender ist die Handwäsche mit einem Schwamm, Baumwoll- oder Mikrofasertuch. Wer es sich handwerklich zutraut, kann Verkleidungsteile fürs Putzen von schwer erreichbaren Stellen abmontieren.

Nach der Pflege ist vor der Pflege

Zu einer Rundum-Pflege gehört das Abledern. Hierbei gründlich vorgehen. Denn bleibt Feuchtigkeit zurück, kann Rost entstehen. Schwer erreichbare Stellen mit Druckluft trockenblasen. Damit auch Blechtanks keinen Rost ansetzen, bis zur Oberkante mit Sprit füllen. Kunststofftanks sollten dagegen möglichst leer sein. Gleiches gilt für Vergaser. Dabei gibt es zwei Methoden: Ablassschraube öffnen und austropfen lassen oder den Benzinhahn zudrehen und den Motor laufen lassen bis er aus geht. Dann ist die Schwimmerkammer leer.

Nicht vergessen: Starterbatterie ausbauen, Säurestand kontrollieren und gegebenenfalls nachfüllen. Dann kühl und trocken lagern und in regelmäßigen Abständen von etwa sechs bis acht Wochen nachladen.

Schmieren und aufbocken

Für zusätzlichen Schutz sorgt die Konservierung aller Metallteile mit Multifunktionsöl, beispielsweise WD40. Kette reinigen und schmieren, Durchhang kontrollieren und gegebenenfalls nachstellen. Apropos Öl: Extra-Ölwechsel außerhalb der Serviceintervalle ist nicht notwendig. Moderne Öle haben so gute Additive, dass schädliche Stoffe den Motorinnereien nichts anhaben können. Steht die (wassergekühlte) Möhre im Freien oder in unbeheizten Räumen sollte der Kühlflüssigkeit unbedingt Frostschutzmittel hinzugefügt werden.

Last but not least: Biker sollten die Maschine auf Haupt-, Seiten- oder Montageständer aufbocken, um die Reifen und das Fahrwerk während der langen Winterpause zu entlasten. Dann noch den Reifendruck um etwa 0,3 bar erhöhen, atmungsaktive Plane drüber ziehen und fertig ist die Komplettversorgung. Bis zum nächsten Frühling heißt es dann erst einmal: Bye Bye, Baby!

Bild: CC