Service-Tipps

20.11.2012 09:16 Age: 5 yrs
Category: Servicetipps

Unfall ohne Winterreifen: Wer zahlt?

Wer ohne Winterreifen unterwegs ist, gefährdet sich und andere. Bei einem Unfall kann es Ärger mit der Versicherung geben.


Nur mit geeineten Reifen sind Autofahrer im Winter sicher unterwegs. (Bild: ADAC)

Alle Jahre wieder müssen sich Autofahrer im Winter mit miesem Wetter, Glatteis und Schneematsch herumschlagen. Wer dann noch mit Sommerreifen unterwegs ist, hat schlechte Karten – besonders dann, wenn es kracht. Denn wer bei winterlicher Witterung keine geeigneten Reifen aufgezogen hat, also Winter- oder Ganzjahresreifen, dem drohen Probleme mit der Kfz-Versicherung. Sie kann sich weigern, den Schaden am eigenen Auto zu bezahlen, wie der Versicherungsverband GDV erklärt.

Haftpflicht zahlt immer

Für die Schäden des Unfallopfers kommt die Haftpflichtversicherung auf, und das in jedem Fall, selbst mit Sommerreifen bei Schneeregen auf eisglatter Fahrbahn. Anders ist es da wieder mit der Vollkaskoversicherung: die kann im Einzelfall die Zahlungen kürzen, hätte der Unfall durch angepasste Bereifung verhindert werden können. Wie hoch diese Kürzung ausfällt, ist von Fall zu Fall verschieden.

Strafe droht

Doch mit Sommerreifen im Winter muss es noch nicht einmal krachen, um teuer zu werden. Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch sowie Eis- oder Reifglätte müssen geeignete Reifen montiert sein – ansonsten drohen bei einer Polizeikontrolle ein Bußgeld von 40 Euro und ein Punkt in Flensburg. Hat man dazu noch den Verkehr behindert, zahlt man gleich das Doppelte.

Kleines Reifen-Einmaleins

Als Faustregel gilt: zwischen Oktober und Ostern immer die richtigen Reifen ans Auto. Das können Winterreifen oder Ganzjahresreifen sein. Winterreifen sollten mindestens das Schneeflockensymbol tragen. Ganz wichtig: Die Reifen vor der Montage kontrollieren. Der Profi in der Werkstatt erkennt Risse, Beulen oder ein abgefahrenes Profil mit einem Blick. Ist das Profil weniger als vier Millimeter tief, ist es an der Zeit für einen Neukauf. Älter als sechs Jahre sollten sie auch nicht sein. Das Alter kann man übrigens an der DOT-Kennziffer ablesen. Diese befindet sich an der Seitenwand und benennt Produktionswoche und -jahr.