Service-Tipps

16.06.2011 10:46 Age: 7 yrs
Category: Servicetipps

Tipps für Spritsparfüchse

Zehn goldene Regeln für weniger Kraftstoffverbrauch


Spritsparen

Wer weniger Sprit verbraucht, schont Portemonnaie und Umwelt gleichermaßen. (Bild: Aral)

Ein Liter Super E10 kostete im Mai durchschnittlich 1,56 Euro. Besserung ist nicht in Sicht: Pünktlich vor Pfingsten sind die Preise wieder gestiegen. Das strapaziert nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Nerven. Zeit, sich an die goldenen Regeln des Spritsparens zu erinnern. Wer die folgenden Tipps beachtet, kann seinen Kraftstoffverbrauch um bis zu 20 Prozent senken – gut für den Geldbeutel, gut für die Nerven und gut für die Umwelt.

1. Ballast abwerfen

Unnötiges Gewicht kostet Benzin. Anbauten wie Fahrradträger, Skikoffer und Dachgepäckträger am Fahrzeug lasten schwer auf dem Tank. Faustregel: 100 Kilogramm mehr Gewicht kosten einen halben Liter zusätzlich auf 100 Kilometern. Zudem schadet es der Aerodynamik. Bereits ein unbeladener Skiträger kann den Verbrauch eines Mittelklassewagens um etwa einen Liter auf 100 Kilometer erhöhen.

2. Reifendruck kontrollieren

Fahren Sie immer mindestens mit dem Reifendruck, den der Autohersteller für das vollbeladene Fahrzeug bei Höchstgeschwindigkeit empfiehlt. Dem etwas geringeren Fahrkomfort stehen ein deutlich geringerer Verbrauch, weniger Schadstoff-Ausstoß, mehr Bremssicherheit und weniger Reifenverschleiß gegenüber.

3. Nicht Warmlaufen lassen

Starten sie Ihr Auto erst, wenn Sie abfahrbereit sind. Anschnallen, Radiosender suchen oder Eiskratzen sollten vorher erledigt werden, damit Sie direkt nach dem Starten losfahren können. Schalten Sie bereits nach wenigen Metern in den zweiten Gang.

4. Voraus schauen

Jedes Anfahren und Beschleunigen verbraucht viel Benzin. Wer ausreichend Abstand zum Vordermann hält und frühzeitig vom Gaspedal geht, gleicht Ungleichmäßigkeiten im fließenden Verkehr aus und fährt sicherer.

5. Schneller hoch schalten

Schalten Sie schon nach einer Wagenlänge in den zweiten Gang. Im zweiten und dritten Gang kräftig Gas geben und spätestens bei 2.000 Umdrehungen pro Minute in den nächsten Gang hoch schalten. Wer mit viel Gas bei niedriger Motordrehzahl beschleunigt, erreicht eine verbrauchsgünstigere und schadstoffärmere Verbrennung. Vermeiden Sie generell hohe Drehzahlen, fahren Sie möglichst niedertourig. Wählen Sie also immer den höchstmöglichen Gang. Als Faustregel gilt: Bei Tempo 30 im dritten, bei 40 im vierten und bei 50 bereits im fünften Gang fahren. Motorschäden sind nicht zu befürchten.

6. Motor abschalten

Ob Bahnübergang, Ampel oder Stau – wer länger als zehn Sekunden stehen muss, sollte den Motor ausstellen. Die Starter machen das mittlerweile problemlos mit. Beim anschließenden Motorstart auf keinen Fall Gas geben. Die Motorelektronik weiß selbst, wie viele Umdrehungen zum Anspringen nötig sind.

7. Höchstgeschwindigkeit meiden

Wer Sprit sparen will, sollte auch auf Autobahnen hohe Geschwindigkeiten meiden, denn für die letzten 30 km/h bis zur Höchstgeschwindigkeit verbraucht der Motor die doppelte Spritmenge. Wenn Ihr Auto Tempo 200 schafft, sollten Sie Tempo 150 nicht überschreiten.

8. Kurzstrecken meiden

Zwei Kilometer zum Brötchen holen zu fahren, kostet viel Sprit, denn der kalte Motor braucht schon für 500 Meter hochgerechnet 30 Liter pro 100 Kilometer. Zudem kommt der Katalysator nicht richtig auf Betriebstemperatur und der Schadstoffausstoß steigt.

9. Stromfresser ausschalten

Heute sind in einem Auto unzählige elektronische Helfer am Werk. Alle verbrauchen Energie und damit Sprit. Klimaanlage, Sitzheizung und heizbare Heckscheibe machen das Fahren zwar angenehm – wer aber sparen will, sollte darauf achten, dass Klimaanlage und Co. nur dann an sind, wenn sie wirklich gebraucht werden.

10. Regelmäßig warten lassen

Verrußte Zündkerzen und ein verstopfter Luftfilter können den Verbrauch in die Höhe treiben. Deshalb sollte der Motor regelmäßig gewartet werden, weil er nur dann am sparsamsten läuft, wenn alles optimal eingestellt und der technische Staneinwandfrei ist. Auch der Einsatz von Leichtlaufölen lohnt sich. Die Öle sind zwar doppelt so teuer wie Mineralöle, aber Berechnungen des ADAC haben ergeben, dass bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von 15000 Kilometern jährlich rund 70 Euro gespart werden können.