Service-Tipps

19.12.2011 15:57 Age: 6 yrs
Category: Servicetipps

Sturmschaden: Was tun?

Jetzt ist die Zeit der Winterstürme – ab Windstärke acht greift die Kaskoversicherung


Sturmschaden am Auto durch umgestürzten Baum

Sturmschäden unverzüglich der Versicherung melden – in der Regel zahlt die Teilkasko (Foto: flickr/fred ross lord).

Alljährlich richten Herbst- und Winterstürme reichlich Schaden an. Jüngst ist Sturmtief Joachim mit Orkanböen über Deutschland hinweggefegt. Wer sein Auto nicht in einer Garage in Sicherheit bringen kann, erlebt mitunter eine böse Überraschung. Herabgefallene Äste, umgestürzte Bäume und umherfliegende Gegenstände demolieren das Auto. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) rät, Sturmschäden unverzüglich der Versicherung zu melden.

Die meisten Schäden an Häusern und Autos sind in der Regel versichert – zumindest ab Windstärke acht. Ab dann greift nämlich die Gebäude-, Hausrat- oder Kaskoversicherung. Schäden am Auto sind durch eine Teil- oder Vollkaskoversicherung abgedeckt. Eingeschlossen in den Versicherungsschutz sind sowohl Schäden am parkenden Fahrzeug als auch Kollisionen mit herabstürzenden Bäumen oder Ästen. Den Verlust des Schadenfreiheitsrabatts brauchen Vollkaskoversicherte nicht zu fürchten, denn Sturmschäden werden als Teilkaskoschäden abzüglich der vereinbarten Selbstbeteiligung ersetzt.

Schwierig wird es, wenn das Fahrzeug keine Kaskopolice hat. Dann müssen die Autobesitzer nachweisen, dass eine Gemeinde oder Privatperson sich nicht ausreichend um die Sicherheit von zum Beispiel Bäumen gekümmert hat – bei schweren Stürmen ein schwieriges Unterfangen. Anders sieht es bei Schäden durch heruntergewehte Dachziegel oder abgerissene Gebäudeteile aus – hier springt die Haftpflichtversicherung des Hauseigentümers ein.