Service-Tipps

12.06.2014 15:46 Age: 4 yrs
Category: Servicetipps

Sparen will gelernt sein

Steigende Spritpreise, Wartungskosten und teure Versicherungen – Autofahren geht ganz schön ins Geld. Mit ein paar Tricks lässt sich aber der eine oder andere Euro wieder reinholen.


Es gibt viele Möglichkeiten für Autofahrer Geld zu sparen. Eine davon sind Smartphone-Apps, die über aktuelle Benzinpreise in der Nähe informieren. (Bild: CC)

Autofahren und dabei Geld sparen – ist das nicht ein Widerspruch? Nein, wir zeigen, wie es geht.

Günstig tanken

Der Spritpreis schwankt täglich um bis zu zehn Cent. Wer mit Bedacht tankt, spart bei einem Auto mit acht Litern Verbrauch und 15.000 Kilometern Laufleistung pro Jahr rund 120 Euro. Smartphone-Apps wie „ADAC Spritpreise“, „Clever Tanken“ oder „Spritpreismonitor“ informieren über aktuelle Benzinpreise in der Nähe.

Sprit sparen mit dem richtigen Reifendruck

Viele Autofahrer sind mit zu wenig Luft im Gummi unterwegs. Mögliche Folgen: Reifenplatzer, erhöhter Verschleiß und Spritmehrverbrauch um bis zu zehn Prozent. Kfz-Profis empfehlen deshalb, den Reifendruck alle 14 Tage zu kontrollieren und um 0,5 Bar über die Werksangabe zu erhöhen. Das spart bis zu 0,14 Liter Sprit pro 100 Kilometer. Weiter sollte man den Reifendruck nicht erhöhen, sonst ist die Fahrsicherheit nicht mehr gewährleistet.

Frühzeitig Hochschalten

Auch die Fahrweise beeinflusst den Spritverbrauch. Bereits nach wenigen Metern Fahrt sollte man in den zweiten Gang hochschalten. Im zweiten und dritten Gang dann kräftig Gas geben und spätestens bei 2.000 Umdrehungen pro Minute in den nächsten Gang hoch schalten. Hohe Drehzahlen sollten möglichst vermieden werden. Solange der Motor ohne zu zuckeln Gas annimmt, ist ein Runterschalten nicht nötig. Die allgemeine Faustregel lautet: Bei Tempo 30 im dritten, bei 40 im vierten und bei 50 bereits im fünften Gang fahren. Ein Mittelklassewagen, der bei Tempo 50 im zweiten Gang fährt, benötigt bis zu drei Liter mehr als im vierten oder fünften Gang.

Kurzstrecken meiden

Jeder Gang macht Schlank. Kurzstrecken zu Fuß gehen statt zu fahren, ist gut für die Gesundheit und den Tank. Denn der kalte Motor braucht für die ersten 500 Meter so viel Sprit wie sonst für bis zu fünf Kilometer

Teure Stromschlucker

Wer bewusst Sprit sparen möchte, sollte auf nicht zwingend benötigte elektronische Helfer im Auto verzichten. Ist die Standheizung vier Minuten in Betrieb, kostet das umgerechnet bereits 20 Cent und belastet zudem die Umwelt. Auch Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchte sind bei klaren Sichtverhältnissen unnötig und kosten rund 0,2 Liter Treibstoff pro 100 Kilometer.

Drahtesel am Heck montieren

Sommerzeit ist Fahrradzeit. Wer eine Tour mit Auto und Fahrrädern im Schlepptau plant, sollte auf einen Fahrradträger für die Anhängerkupplung setzen. Wer die Räder auf dem Dach befestigt, ist mit einem höheren Luftwiderstand unterwegs – das treibt den Spritverbrauch in die Höhe: Bei Tempo 130 und zwei Rädern auf dem Dach steigt der Verbrauch bei einem Diesel-Fahrzeug laut ADAC um 2,43 Liter pro 100 Kilometer. Mit Rädern auf dem Heckträger liegt der Mehrverbrauch nur bei 1,06 Litern pro 100 Kilometer.

Öfter mal entrümpeln

Von überflüssigem Ballast wie Werkzeug, Getränkekisten oder nicht mehr benötigten Kindersitzen sollten sich Spritsparfüchse guten Gewissens trennen. Denn Kleinvieh macht auch Mist. Mit all dem Krimkrams an Bord zu beschleunigen, erfordert mehr Kraftstoff. 100 Kilogramm mehr Gewicht bedeuten einen halben Liter Mehrverbrauch auf 100 Kilometern.

Kleine Kratzer smart entfernen

Steinschläge, Schrammen und Kratzer nerven. Aber deswegen gleich die ganze Tür oder Stoßstange lackieren lassen? Muss nicht sein. Mit Smart Repair können Kfz-Experten kleinere Wunden preiswert ausbessern. Mit einem speziellen Verfahren lassen sich in der Werkstatt Kunststoffe einschließlich ihrer Oberflächenstruktur heilen, kleinere Blechbeulen herausdrücken oder Macken im Lack wieder unsichtbar machen.

Versicherung wechseln

Jahrelange Treue zur Versicherung kann teuer werden. Mit einem Wechsel kann man hier schnell 150 Euro und mehr sparen. Deshalb sollten Autofahrer ihre Verträge gründlich prüfen. Unabhängige Internetportale wie www.check24.de helfen dabei, günstige Angebote zu finden.

Freie Werkstattwahl

Viele Autofahrer wissen nicht, dass sie für Servicearbeiten am Gebraucht- oder Neuwagen zu einer freien Werkstatt gehen können, ohne dass Gewährleistung, Sachmängelhaftung oder Garantie verfallen. Vorteil: Mehrmarkenwerkstätten sind um einiges günstiger als Vertragswerkstätten – und das bei der gleichen Serviceleistung.

Bild: CC