Service-Tipps

28.02.2012 10:10 Age: 6 yrs
Category: Servicetipps

Schwanger: Sicher sitzen hinterm Steuer

Der richtige Sitz des Gurtes ist wichtig


So selbstverständlich wie regelmäßige Vorsorge sollte in der Schwangerschaft auch das Anschnallen beim Autofahren sein. (Foto: DAK-Gesundheit)

Egal wie groß der Bauch ist und egal ob Beifahrer oder Autofahrer: Auch Schwangere dürfen nie ohne Gurt fahren. Der Gurt soll stramm am Körper und unterhalb des Bauchs sitzen. Schwangere sollten darauf achten, dass sie sich mit einem Dreipunktgurt anschnallen, der an Becken und Schulter anliegt – reine Beckengurte, wie es sie im Auto häufig hinten in der Mitte gibt –  belasten die Fruchtblase zu stark, wenn es zum Unfall kommt.

Falls der Gurt zu eng oder zu kurz ist, kann ein Gurtadapter aus dem Fachhandel Abhilfe schaffen. Außerdem gibt‘s Babyzubehör-Fachhandel spezielle Gurtführsysteme für Schwangere, die den Beckengurt so tief wie möglich am Bauch halten.

Wer auf den Gurt verzichtet, setzt beim Unfall nicht nur seine eigene Gesundheit und die des Kindes aufs Spiel, sondern riskiert zudem eine Schadensersatzminderung, da nicht angeschnallte Insassen Mitschuld an ihren Unfallfolgen tragen. Zur Sicherheit sollte nach einem Unfall ein Arzt konsultiert werden; nur ein Mediziner kann bestätigen, dass Mutter und Kind den Aufprall unversehrt überstanden haben.

Keine Angst vor Airbags

Laut ADAC ist ein Airbag kein Problem für die Schwangere oder das ungeborene Kind, solange der Abstand zwischen Fahrer und Airbag entsprechend der Anleitung des Autoherstellers eingehalten wird. Ein Mindestabstand von 30 Zentimetern zum Lenkrad-Airbag ist die Norm. Auch der Beifahrersitz soll möglichst weit vom Armaturenbrett entfernt positioniert werden, damit sich der Airbag bei einem Aufprall voll aufblasen kann. Generell sollten werdende Mütter vor allem im letzten Schwangerschaftsdrittel den Beifahrersitz bevorzugen, weil sie dort gegen einen Aufprall gegen das Lenkrad geschützt sind.

Vorsicht bei langen Fahrten

Bei längeren Fahrten sollten Schwangere das Steuer abgeben, denn selbst fahren ist in anderen Umständen noch anstrengender und ermüdender. Mit werdenden Müttern an Bord ist nach spätestens zwei Stunden Fahrt eine Pause angesagt, um die Beine zu vertreten. Kleine Übung gegen Wadenkrämpfe: Zehen hochziehen und die Fußsohlen abwechselnd auf den Boden drücken. Das lockert die Muskulatur und ist auch im Stau möglich. Kompressionsstrümpfe helfen, geschwollene Beine oder Krampfadern vorzubeugen. Der Mutterpass und wichtige Telefonnummern, zum Beispiel vom behandelnden Arzt, gehören während einer Schwangerschaft ohnehin zur Grundausstattung. Übrigens: Behindertenparkplätze sind für Schwangere tabu.