Service-Tipps

27.06.2014 11:17 Age: 4 yrs
Category: Servicetipps

Richtig packen für den Urlaub

Jedes Jahr stellen sich zum Urlaubsbeginn viele Autofahrer die Frage: Wie bekomme ich das ganze Gepäck in den Kofferraum? Wer ein paar Tricks beachtet, spart Zeit und Nerven – und reist noch dazu sicherer.


Die richtige Packstrategie ist wichtig, damit die Siebensachen unterwegs nicht zum Geschoss werden. (Bild: CC)

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Ob Nordsee, Italien, Frankreich – wo immer es mit dem Auto hingehen soll, eine Frage stellt sich jedes Jahr aufs Neue: Wie bekommt man das Familiengepäck am besten unter? Hinzu kommt, dass der ganze Kram auch zum Sicherheitsrisiko werden kann.

Nicht zu viel mitnehmen

Bevor man das Auto belädt, sollte man überprüfen, ob das zulässige Gesamtgewicht nicht überschritten wird. Wie hoch dieses ist, verrät ein Blick in die Fahrzeugpapiere. Dabei sollten Autofahrer auch das zusätzliche Gewicht der Urlaubspassagiere berücksichtigen. Die werden einzeln mit eingerechnet, im Gegensatz zum Fahrer, der pauschal mit 75 Kilogramm im Gesamtgewicht beinhalten ist. Um ganz sicher zu gehen, können Autofahrer vor der Abreise ihren Wagen mit Hilfe einer Kfz-Waage wiegen. Die billigere Variante: Die einzelnen Gepäckstücke mit einer speziellen Kofferwage, die es schon für unter zehn Euro zu kaufen gibt, wiegen und mit einem Taschenrechner die Summe des Gesamtgewichts ermitteln.

Auf die Verteilung achten

Wer schlecht packt, erhöht das Risiko herumfliegender Koffer und Taschen. Übergewicht und Schlagseite stören die Manövrierfähigkeit des Autos. Einmal scharf gebremst oder zu schnell in die Kurve gebrettert, und man verliert leicht die Kontrolle über das Fahrzeug. Deswegen gilt: Schwere Gepäckstücke gehören in den Kofferraum. Gewicht auf der Hinterachse kann sogar das Fahrverhalten verbessern. Gegen das Verrutschen von Gegenständen schützt man sich, indem man möglichst keine Lücken zwischen den Gepäckstücken lässt. Auch der Einsatz von Netzen oder Spanngurten trägt zur Sicherheit bei. Bei der Urlaubsfahrt mit einem Kombi gilt beim Packen: Wenn Gepäck über die Höhe der Kopfstütze gestapelt wird, sind Netze oder Gitter unverzichtbar. Wichtig ist hier eine stabile Befestigung an allen Seiten, sodass schwere Gepäckstücke bei einer Bremsung abgefangen werden. Außerdem sollte schweres Gepäck grundsätzlich nach unten, Kleinteile gehören in Kisten oder Boxen. Ist die Sicht nach hinten versperrt, auf die richtige Einstellung der Außenspiegel achten.

Das Dach nutzen

Wenn der Gepäckraum nicht ausreicht, bietet sich ein Dachgepäckträger an. Auch hier ist es wichtig, dass die zulässige Dachlast nicht überschritten wird. Die steht in der Bedienungsanleitung des Fahrzeuges. Gerade bei längeren Fahrten ist es sinnvoll, die Befestigungen einmal zu überprüfen. Im Dachgepäckträger sollte das Gepäck so verstaut sein, dass es nicht verrutschen kann. Außerdem sollte man beim Kauf auf das GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) achten.

Probefahrt vor Abreise

Der Fahrer sollte sich bewusst sein: je mehr Gepäck, desto länger der Brems- und Überholweg! Ein beladenes Dach verlagert außerdem den Schwerpunkt des Autos nach oben, wodurch sich das Auto in Kurven mehr zur Seite neigen kann. Um sich an das veränderte Fahrverhalten zu gewöhnen, kann es ratsam sein, sich mit dem beladenen Auto auf vertrauten Straßen „warm“ zu fahren.

Bild: CC