Service-Tipps

04.04.2011 12:02 Age: 7 yrs
Category: Servicetipps

Reifenwechsel beim Fachmann

Was Kfz-Profis besser machen


Reifenwechsel

Kfz-Profis ziehen die Muttern stets mit dem richtigen Drehmoment an.

Profiltiefe

Sommerreifen sollten eine Profiltiefe von mindestens 2,5 mm haben. (Bilder: ADAC)

Wenn die Temperaturen steigen ist es an der Zeit, auf Sommerreifen (ADAC-Sommerreifen-Test) umzusteigen. Um Geld zu sparen, wechseln viele Autobesitzer ihre Reifen selbst, ohne Auswuchten, ohne Sicherheitskontrolle. Das kann im Ernstfall gefährlich werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt die Reifen besser von der Fachwerkstatt wechseln.  

Winterreifen runter, Sommerreifen drauf – doch ganz so einfach ist es nicht. Was tun, wenn die Radmutter zu fest sitzt oder die Radnabe verrostet ist? Auch wenn beim Wechsel alles rund läuft, bleibt oft ein mulmiges Gefühl: Sind tatsächlich alle Muttern fest angezogen? Sitzen die Räder richtig? Fahre ich damit sicher?  

Nicht an der Sicherheit sparen

Wer beim Reifenwechsel Kosten sparen will, spart am falschen Fleck. Denn Reifen gehören zu den wichtigen Sicherheitskomponenten des Autos. Eine korrekte Montage kann in Notsituationen oder auf nasser Straße überlebenswichtig sein. Wer seine Reifen vom Profi wechseln lässt, geht kein Risiko ein.

Was der Kfz-Profi (ADAC Lehrvideo) besser macht:

Kfz-Profis…

  • … prüfen die zu montierenden Reifen auf Beschädigungen
  • … kontrollieren die Tiefe des Profils
  • entsorgen zu alte oder zu stark abgefahrene Reifen fachgerecht
  • … haben stets das optimale Servicewerkzeug zur Hand
  • … ziehen Schrauben mit einem Drehmomentschlüssel exakt an
  • … kontrollieren den Luftdruck der montierten Reifen.

Bei vielen Betrieben gehört auch eine Reinigung von Reifen und Radnarbe zum Service.

Warum ist korrektes Auswuchten wichtig?

Korrektes Auswuchten ist das A und O beim Reifenwechsel. Schon eine Unwucht von zehn Gramm wirkt beim Fahren mit Tempo 100 durch die Fliehkraft wie 2,5 Kilogramm. Die Folgen:

  • das Rad läuft nicht mehr rund und das Fahrzeug vibriert
  • das Lenkrad flattert
  • der Kontakt zur Fahrbahn nimmt ab
  • der Verschleiß von Reifen sowie Stoßdämpfern erhöht sich.

Letztlich werden dadurch schneller neue Reifen fällig als bei einer korrekten Auswuchtung.

Große Preisunterschiede beim Reifenwechsel

Es lohnt sich ein Preisvergleich: Eine Studie des ADAC hat ergeben, dass die Preise für den Reifenwechsel stark variieren – sie lagen 2010 bundesweit zwischen 12 und 42 Euro. Die Montage inklusive Wuchten kostete sogar 25 bis 160 Euro pro Rädersatz. Die besten Konditionen bieten meist freie Werkstätten.

Freie Werkstätten sind beliebt

Laut einer Umfrage des TÜV Rheinland unter 1.000 Autofahrern stimmt hier auch der Service. Freie Werkstätten überzeugten ihre Kunden durch Schnelligkeit und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, während der Reifenwechsel bei den Markenwerkstätten ein eher unbeliebtes Geschäft zu sein scheint.  Die Vertragswerkstätten schnitten in der Umfrage deutlich schlechter ab als freie Betriebe.

Reifen richtig lagern

Zu einem guten Service gehört auch die Einlagerung der Winterreifen. Denn auch diese hat ihre Tücken. Während Kompletträder mit Felgen liegend gelagert werden sollten, müssen Reifen ohne Felgen auf einem trockenen, nicht verschmutzten Boden senkrecht stehen und alle paar Wochen um eine Viertel Umdrehung weitergedreht werden. Wem das alles zu mühselig ist, der kann die Reifen kostengünstig beim Fachhändler einlagern lassen. Ein Rundum-Service vom Profi.