Service-Tipps

14.10.2014 15:56 Age: 3 yrs
Category: Servicetipps

Oh Schreck, ein Fleck

Klebrige Bonbon-Reste, verschütteter Kaffee, Hundehaare: Wir verraten, wie sich hartnäckige Flecken und festsitzender Dreck in Autositzen am effektivsten entfernen lassen.


Der Nonplusultra-Tipp gegen eingeklebte Bonbons auf Autositzen: heißes Wasser. (Bilder:CC)

Ausgelaufene Milch sollte mit einem Gemisch aus Allzweckreiniger und Desinfektionsmittel gründlich behandelt werden.

Gegen fleckige und verschmutzte Polster helfen auch Schaumsprays aus der Dose, erhältlich im Zubehörhandel. Weil die Auswahl groß ist, sollte man sich von einem Fachmann beraten lassen.

Beim Entfernen von Kaffee mit warmem Wasser und Allzweckreiniger braucht es etwas Geduld: tupfen, tupfen, tupfen bis das Putztuch keine dunklen Reste mehr aufsaugt.

Autositze müssen im Laufe ihres Daseins ganz schön was einstecken. Mit ein paar einfachen Reinigungstipps und -tricks lassen sich Flecken und Dreckspuren problemlos entfernen. Für den Generalputz mit Hausmitteln braucht es folgende Ausstattung: Allzweck- oder Scheibenreiniger, Wasser, Bürste, Schwamm, Lappen, Eimer und – ganz wichtig – Schutzhandschuhe, um Hautirritationen und Verbrennungen zu vermeiden. Wichtig: Für alle Anwendungen mit Chemikalien sollten unbedingt die Sicherheitshinweise auf der Verpackung beachtet werden. Zudem sollten die Mittelchen erst an einer unauffälligen Stelle getestet werden. 

Die Flecken-Fibel

Bonbons: Landet das klebrige Bonbon auf dem Sitz, statt im Mund, hilft es, mit heißem Wasser und einem Baumwolltuch die Masse abzureiben. Die Faustformel: Je klebriger und fettiger, desto heißer darf das Wasser sein. Farbige Rückstände lassen sich am besten mit Fleckenwasser behandeln. Zusätzlich sollte man die gereinigten Flächen mit Desinfektionsmittel einsprühen, damit sich kein Schimmel oder Bakterien bilden.

Kaffee: Den Kaffee verschüttet? Keine Panik. Der lässt sich mit Hilfe von Allzweckreiniger, gemischt mit warmem Wasser (Dosierung laut Herstellerangaben) und einem Schwamm leicht entfernen. Mittel aufschäumen, auf die betroffene Stelle auftragen und anschließend mit Tüchern und klarem Wasser ausreiben. Der Vorgang sollte mehrmals wiederholt werden, bis das Putztuch keine dunklen Reste mehr aufsaugt.

Hundehaare: Trotz Überzug verteilen sich die lästigen Haare des geliebten Vierbeiners schnell im Auto. Die wird man am effektivsten mit einem Staubsauger mit sehr hoher Saugkraft los. Doch Vorsicht: Tierhaare auf gar keinen Fall mit Feuchtigkeit in Verbindung bringen, denn die Haare ziehen mit der Nässe in die Polster ein.

Butter: Vielen ist auch dieses Malheur bekannt: Die dicke Butterschicht auf dem Brötchen fällt auf den Sitz und hinterlässt einen unschönen Fettfleck. Auch hier hilft der Trick mit heißem Wasser. So lange tupfen, bis sich bei der Fingerprobe keine Rückstände zwischen den Fingerspitzen zerreiben lassen. Gegebenenfalls mit Scheibenreiniger die letzten Fettrückstände lösen.

Filzstifte und Tinte: Verwechseln die kleinen Insassen beim Malen mit Filzstiften das Papier mit dem Autositz, dann helfen spezielle Entferner für Filzstifte und Tinte aus dem Drogeriemarkt wie etwa der Fleckenteufen von Dr. Beckmann. Angetrocknete Tinte lässt sich hingegen mit handelsüblichem Haarspray perfekt entfernen. Einfach aufsprühen, antrocknen lassen und danach vorsichtig ausbürsten.

Schokolade: Schoko-Reste erst mit einer Bürste abreiben, dann den Fleck mit warmem Wasser und einem Tuch peu á peu abtupfen – aber Vorsicht: nicht verreiben, sonst wird der Fleck größer. Wenn das nicht hilft, dann müssen Autobesitzer zum Fleckenwasser greifen. 

Generelle Reinigung von Autositzen

Auch ohne Flecken sollte man die Sitze ab und zu einer Grundreinigung unterziehen. Um die Sitze möglichst lange schön und frisch zu halten, empfehlen Experten, sie mindestens zweimal jährlich zu pflegen. Jede Reinigung sollte mit einem gründlichen Staubsaugen beginnen. Nach der oberflächlichen Säuberung, kann die chemische Reinigung folgen. Hierfür etwa zwei Kappen Allzweckreiniger in einen Eimer mit lauwarmem Wasser leeren (Herstellerangaben beachten) und so lange vermischen bis Schaum entsteht. Der ist wichtig, weil er den Schmutz aus dem Gewebe zieht. Nach kurzer Einwirkzeit kann der Schaum mit einem Frotteetuch wieder abgetragen werden. Anders sollte man allerdings bei Ledersitzen vorgehen: Hier eine spezielle Flüssigkeit verwenden, die nach dem Aufsprühen mit einem Frotteehandtuch wieder aufgewischt wird. Unabhängig der Reinigungsmethoden von Leder, Stoff oder Alcantara gilt: Feuchte Stellen sollten immer komplett trocknen, um Schimmelbildungen zu vermeiden.

Eine Alternative zum Allzweckreiniger bieten Innenraumreiniger aus dem Zubehörhandel. Die schmutzige Fläche einschäumen, den Schaum einmassieren und nach kurzer Einwirkzeit ausbürsten oder absaugen. Den Vorgang bei Bedarf wiederholen. Welche chemischen Produkte aus dem Zubehörhandel wirklich taugen, hat die Gesellschaft für Technische Überwachung zusammen mit Autobild getestet. Die Ergebnisse gibt’s hier: www.gtue.de/sixcms/detail.php.

Dritte Möglichkeit: ein Nasssauger, der die Feuchtigkeit aus den Polstern zieht. Der Vorteil ist, dass es hierbei keine langwierige Trockenzeit gibt. Das Gerät kann in Baumärkten kostenpflichtig ausgeliehen werden.

Bild: CC