Service-Tipps

22.05.2015 10:43 Age: 3 yrs
Category: Servicetipps

Marmor, Stein und Scheibe bricht – was tun bei Steinschlag?

Scherben bringen Glück, sagt der Volksmund. Autofahrer sehen das anders. Gerade nach dem Winter kommt es oft vor, dass aufgewirbelter Splitt die Windschutzscheibe beschädigt. Wird die Schadstelle nicht repariert, kann es teuer werden.


Vom kleinen Kratzer zum großen Riss: Autofahrer sollten Schadstellen im Glas frühzeitig reparieren lassen. (Foto: TÜV Süd)

So ein Malheur passiert schnell: Man fährt dicht auf, die Fahrzeugräder des Vordermannes wirbeln Rollsplitt auf und peng – knallt ein Steinchen gegen die eigene Frontscheibe. Anschließend stellt der Autofahrer fest: die kleine trübe Stelle im Glas ist leider kein Insektenklecks, sondern ein feiner Riss. Dann gilt es zu handeln.

Weiterfahren oder reparieren lassen?
Einen Glasschaden sollten Autofahrer so schnell wie möglich beheben lassen. Denn durch die Erschütterungen beim Fahren kann aus einem kleinen Kratzer im Glas ein großer Riss werden – und dann wird es richtig teuer, weil die komplette Windschutzscheibe ausgetauscht werden muss.

Erste Hilfe für die Scheibe
Eine Schadstelle, die sauber und trocken ist, kann deutlich besser repariert werden, als eine verschmutzte. Um sicherzustellen, dass weder Dreck noch Feuchtigkeit in die feinen Glasrisse eindringen, sollten Autofahrer die Stelle so schnell es geht mit einem speziellen „Scheibenpflaster“ oder einem Streifen Tesafilm abkleben.

Reparatur ohne Scheibenwechsel möglich?
Glasschäden, die nicht größer sind als ein Daumennagel und die nicht zu tief im Glas sitzen, können einfach und schnell repariert werden. Wichtig ist dabei, wo genau der Steinschlag auf der Scheibe sitzt. Wenn sich die Schadstelle zu nah am Scheibenrand oder im Sichtfeld des Fahrers befindet, muss die ganze Scheibe ausgewechselt werden. Denn trotz Reparatur kann die Flickstelle beispielsweise irritierendes Streulicht verursachen, vor allem nachts bei Scheinwerferlicht.

Selbst reparieren?
Der TÜV-Süd rät davon ab, Steinschläge selbst zu reparieren. Eine Scheibenreparatur ist keine Frage der Ästhetik, sondern der Sicherheit. Autofahrer sollten deshalb die Finger von Reparatur-Kits lassen und besser gleich die Werkstatt aufsuchen. Dort kümmert sich der Kfz-Profi mit seinem Spezialwerkzeug um das Problem. Eine fachgerecht reparierte Scheibe schafft es auch durch die nächste Hauptuntersuchung.

Was kostet die Werkstattreparatur?
Meistens entsteht beim Einschlag im Glas bloß ein kleiner Krater, der repariert werden kann, ohne dass die ganze Scheibe ausgewechselt werden muss. Die Kosten für eine Glasreparatur betragen oft nicht mehr als 100 Euro, weshalb sie von den meisten Versicherungen komplett übernommen wird. Die Ausbesserung eines Glasschadens ist meist keine große Sache und dauert etwa 30 Minuten. Danach ist das Auto sofort wieder startklar.