Service-Tipps

07.10.2016 10:39 Age: 1 year
Category: Servicetipps

Laub, Regen und lange Dunkelheit

Sicher fahren: Ein sonniger Herbst kann die perfekte Jahreszeit zum Autofahren sein. Doch er kann auch mit Dunkelheit und Nässe für gefährliche Situationen sorgen. Was Autofahrer beachten sollten.


Herbstlaub macht die Straßen glatt. (Foto © TÜV Süd)

Vom Nieselregen bis zum Sturm - der Herbst hat für Autofahrer zahlreiche meteorologische Herausforderungen parat. Dazu kommen frühe Dunkelheit und rutschiges Laub. Der Fahrstil sollte sich daran anpassen. Während die meisten Autofahrer bei Schnee vorsichtig fahren, sind viele auf verschmutzen Straßen zu schnell unterwegs. Dabei können nasses Laub oder Erde auf der Straße zu einer echten Rutschpartie führen. Auch der Bremsweg wird deutlich länger. Unter einer Blätterdecke verbergen sich außerdem häufig Schlaglöcher, Steine oder andere Hindernisse.

Blätter können zudem ein weiteres Problem verursachen, wenn sie nämlich in den Belüftungsschacht vor der Frontscheibe fallen und das Fahrzeuggebläse verstopfen. Dann funktioniert die Belüftung des Innenraums nicht richtig und die Scheiben beschlagen. Ratsam ist es deshalb, regelmäßig das Blattwerk von der Karosserie zu entfernen. Meist gelingt das schnell und einfach per Hand.

Je nach Region und Wetterlage tritt im Oktober schon der erste Frost auf. Unterhalb von drei Grad müssen sich Autofahrer stets auf Glätte einstellen. Nicht erst bei Frost sind Winterreifen von Vorteil. Auch bei niedrigen Plustemperaturen bieten sie bereits einen deutlich besseren Halt und damit mehr Sicherheit.

Im Herbst ist eine einwandfreie Beleuchtung des Fahrzeugs besonders wichtig. Das Abblendlicht sollte man frühzeitig einschalten, denn das Tagfahrlicht moderner Autos reicht bei schlechter Sicht nicht aus. Was Autofahrer häufig vergessen: Nebelleuchten dürfen nur dann eingeschaltet werden, wenn die Sichtweite weniger als 50 Meter beträgt. In der früher eintretenden Dämmerung sind Radfahrer und Fußgänger schlechter zu erkennen und tauchen häufig als unerwartetes Hindernis auf. Durch vermehrten Wildwechsel ist ein weiteres Unfallrisiko gegeben. Es gilt also, die Geschwindigkeit der Witterung und Tageszeit entsprechend anzupassen.

Der Herbst bringt aber nicht nur Regen und Nebel mit sich, sondern auch viel Wind und vereinzelt sogar Stürme. Autofahrer sollten dann nicht nur besonders vorsichtig unterwegs sein, sondern auch ihr Fahrzeug möglichst nicht unter Bäumen abstellen - sonst kann es durch herabfallende Äste zu erheblichen Schäden kommen. Damit man sein Fahrzeug bei unvorhergesehenen Böen unter Kontrolle hat, muss die Geschwindigkeit den Verhältnissen angepasst werden. Besonders auf Brücken oder Waldschneisen ist Vorsicht geboten, hier droht kräftiger Seitenwind. Nur wer beide Hände am Lenkrad hat, kann schnell reagieren und gegebenenfalls gegensteuern. (sp-x)