Service-Tipps

24.09.2013 16:06 Age: 4 yrs
Category: Servicetipps

Konstruktives Verhalten im Stau

Jeder Deutsche verbringt bis zu 50 Stunden pro Jahr im Stau. Um diese Zeit für alle Beteiligten möglichst kurz zu halten, hier ein paar Tipps.


Wenn im Stau gar nichts mehr geht, hilft Ruhe bewahren. Bild: CC

Ein Stau bildet sich schnell: eine gesperrte Spur wegen eines Unfalls oder einer Baustelle, zu viele Fahrzeuge im Berufsverkehr, schlechtes Wetter oder jemand bremst an der falschen Stelle und der nachfolgende Verkehr gerät deshalb ins Stocken. Eine alltägliche Situation, in der ein versierter Autofahrer ein paar Kleinigkeiten beachten sollte, um sich und den anderen Verkehrsteilnehmern die Wartezeit nicht unnötig zu verlängern.

Langsam mitrollen

Warnen Schilder, Radio oder Navi vor einem Stau, reduzieren Sie am besten das Tempo und erhöhen Ihre Aufmerksamkeit für die Straße, damit Sie das Stauende rechtzeitig erkennen. Kommt es in Sicht, gilt es gleichmäßig abzubremsen und den Warnblinker anzuschalten. Vorausschauendes und defensives Fahrverhalten sind hier angebracht. Denn schnelles Vorfahren und abruptes Abbremsen stören den Verkehrsfluss zusätzlich. Im stockenden Straßenverkehr rollen Sie am besten langsam mit und lassen dabei keine zu großen Lücken. Das spart Sprit und der Verkehr kommt so am ehesten nicht ganz zum Erliegen.

Spurwechsel vermeiden

Ein Stau löst sich am schnellsten wieder auf, wenn jeder auf der Fahrbahn bleibt, auf der er am Anfang des Staus zum Stehen kam. Untersuchen haben gezeigt, dass die eine oder andere Spur keinen Unterschied macht: Alle kommen gleich schnell voran – oder gleich langsam. Spurwechsel sollten Autofahrer im Stau und stockenden Verkehr vermeiden, denn jedes Mal, wenn ein Fahrer sich in eine Lücke auf der anderen Fahrbahn drängt, zwingt er das Auto dahinter zu bremsen. Das setzt sich dann fort zum nächsten und übernächsten. Der Rückstau vergrößert sich und das letzte bisschen Verkehrsfluss ist dahin. Bei einer Spurverengung schreibt die Verkehrsregel nicht ohne Grund vor, dass auf beiden Spuren ganz vorgefahren werden soll, um erst dann immer ein Auto einfädeln zu lassen. Denn so kommen die Fahrzeuge am zügigsten an einer Verengung vorbei. Sich bereits früher einzuordnen, verlangsamt den Verkehr und führt zu überflüssigen Staus.

Aufmerksam bleiben

Herrscht dann doch kompletter Stillstand, heißt es Nerven behalten und Stress und Streit im Auto vermeiden. Bei längeren Standzeiten besser den Motor abstellen. Trotzdem sollten Sie aufmerksam bleiben und darauf achten, dass eine Gasse für Rettungsfahrzeuge frei ist. In Österreich ist das bereits Pflicht und auch in Deutschland werden die Rufe danach immer lauter. Denn ist die Rettungsgasse immer da, haben Einsatzfahrzeuge freie Fahrt und müssen nicht darauf warten, dass die Autofahrer die Sirene erst hören und dann an die Seite fahren. Verletzte können so schneller versorgt werden. Auf zweispurigen Straßen ist die Gasse immer in der Mitte der beiden Fahrstreifen. Ist die Straße drei- oder mehrspurig, muss zwischen den beiden linken Spuren Platz gemacht werden.

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