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15.07.2011 14:37 Age: 7 yrs
Category: Servicetipps

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Tipps gegen miese Tricks: Worauf Sie beim Autokauf im Internet achten sollten


Autokauf Internet

Nicht alle Autoverkäufer im Internet sind seriös. Deshalb: Augen auf beim Autokauf. (Illustration: CC/Radis)

Das Angebot ist riesig, die Präsentation verführerisch, die Abwicklung scheinbar ein Kinderspiel: Autokauf im Internet. Doch dort lauern auch einige Fallen auf Käufer und Verkäufer. Hier ein paar Tipps, auf was man achten sollte.

Auslandsüberweisung

Beliebt sind Anzeigen von angeblichen Ausländern, die eine Weile in Deutschland lebten und jetzt ihr Fahrzeug schnell loswerden wollen, weil sie schon wieder im Ausland wohnen. Das ist die Begründung für den besonders günstigen Preis. Aber Schnäppchen gibt es auch im Internet eher selten. Die Verkäufer wollen meist nur über E-Mail kommu-nizieren und fordern zur Bestätigung der Kaufabsicht eine Anzahlung über Dienste wie Western Union oder Moneygram ins Ausland. Dieser Aufforderung sollte man auf keinen Fall nachkommen. Der Empfänger kann sich mit einer gefälschten Identität das Geld abholen, die Transaktion kann nicht nachverfolgt werden und die Anzahlung ist verloren.

Beim Kaufabschluss müssen folgende Dokumente vorliegen
  • Zulassungsbescheinigung Teil 1 und 2
  • Ältere Fahrzeuge, für die seit dem 1. Oktober 2005 keine neuen Dokumente ausgestellt worden sind, benötigen beim Kaufabschluss den Fahrzeugbrief, den Fahrzeugschein oder die Abmeldebestätigung
  • Autos, die älter als drei Jahre sind, benötigen eine Bescheinigung der letzten Haupt- und Abgasuntersuchung (HU/AU)
  • Personalausweis/Reisepass des Halters; diese Daten sollten mit den Daten im Fahrzeugbrief übereinstimmen
  • Vollmacht des Halters, falls der Verkäufer nicht mit dem im Fahrzeugbrief vermerkten Halter identisch ist
Treuhandservice

Eine weitere fragwürdige Variante ist eine Spedition, die den Transport für den Verkäufer übernimmt und gleichzeitig das Geld treuhänderisch verwalten soll. Diese Spedition existiert wahrscheinlich nur im Internet und bietet keinerlei Sicherheit für das Geld.

Fälschungen

Schickt ein Verkäufer Belege zum Beweis der Existenz des angebotenen Fahrzeug per E-Mail, ist gesundes Misstrauen angebracht. Die Echtheit dieser Dokumente lässt sich kaum überprüfen. Also sich immer bei der Fahrzeugbesichtigung vor Ort die Originaldokumente vorlegen lassen und die Fahrgestellnummer vergleichen.

Diebesgut

Wer ein Fahrzeug oder Ersatzteil kauft, das sich später als gestohlen herausstellt, hat keine Eigentumsansprüche. Das erworbene Fahrzeug muss zurückgegeben werden und das Geld ist weg.

Telefonische Infos oder Faxabruf

Steht eine 0900-Nummer unter dem Inserat, kann es teuer werden. Lieber nicht anrufen.

Wie erkennt man seriöse Käufer und Verkäufer?

Ein seriöser Verkäufer verlangt keine Anzahlungen, es gilt immer Geld gegen Auto. Im Inserat sollte eine Festnetz- oder Handynummer angegeben sein, der Kontakt zwischen Käufer und Verkäufer sollte nicht nur ausschließlich per E-Mail abgewickelt werden. Es sollte immer eine Besichtigung oder Probefahrt möglich sein.

Kaufvertrag und Geldübergabe

Immer einen schriftlichen Kaufvertrag abschließen und darauf achten, dass zusätzliche Ausstattungen notiert sind. Am besten immer zu zweit zur Geldübergabe gehen. Der beste Platz für die Geldübergabe ist ein Kreditinstitut. Dort kann das Geld auf Echtheit überprüft und direkt auf ein Konto eingezahlt werden.