Service-Tipps

25.01.2017 10:52 Age: 360 days
Category: Servicetipps

Keine Angst vor Schnee und Kälte

Radfahren im Winter: Fahrradfahren ist nur was für Sommer und Frühling? Nicht unbedingt. Selbst bei Schnee im Winter lässt sich Radeln - wenn man einige Kniffe beachtet.


Auch im Winter muss das Fahrrad nicht stehen bleiben. (Foto © SP-X)

Auch im Winter muss das Fahrrad nicht stehen bleiben. (Foto © SP-X)

Fahrradfahren im schneereichen Winter ist eine besondere Herausforderung. Doch sie lässt sich mit der richtigen Ausrüstung und der passenden Einstellung auch vom Durchschnittsradlern meistern. Besonders wichtig für das Radfahren im Winter: gut sichtbar sein. Außer der fest installierten elektrischen Beleuchtung, die natürlich einwandfrei funktionieren muss, sollte das Rad deshalb noch mit Reflektoren ausgerüstet sein - möglichst rundum, an Front, Heck, in den Speichen und an den Pedalen. Idealerweise weisen zudem die Reifen reflektierende Streifen auf. Wer keine Kleidung mit Reflektoren hat, kann alternativ oder zusätzlich eine Warnweste überziehen. Angesichts der erhöhten Sturzgefahr wegen feuchtem Laub und Eisglätte ist das Tragen eines Helmes ratsam, der zudem ebenfalls über Reflektoren und eine Zusatzbeleuchtung verfügen sollte.

Für Helmträger bietet der Handel übrigens spezielle Mützen an. Auch die restliche Kleidung ist wichtig, denn aufgrund des Fahrtwindes kühlt man besonders schnell aus. Beim Radfahren empfiehlt sich das Tragen mehrerer Schichten. Die unteren bestehen möglichst aus Funktionsbekleidung, die Feuchtigkeit nach außen trägt. Außer Kunstfasern kann auch Merinowolle gute Ergebnisse erzielen. Darüber trägt man am besten wind- und wasserdichte und zugleich atmungsaktive Kleidung, die die Bewegungsfreiheit nicht zu sehr einschränkt.

Wichtig sind vor allem gute Handschuhe und Fußwärmer. Fäustlinge halten die Hände besonders warm, sind aber hinderlich bei der Bedienung von Bremsen und Schaltung. Alternativ gibt es auch Drei- oder Vierfinger-Handschuhe. Um die kälteempfindlichen Füße zu schützen, sollte man Überzieher tragen, die zugleich als Regenschutz dienen. Zusätzlichen Kälteschutz bieten vor allem Trägern von Klickpedalschuhen wärmende Einlegesohlen.

Eine besonders souveräne Lösung gegen kalte Füße sind spezielle Winterstiefel für Radfahrer, die optimal vor Nässe und Kälte schützen, allerdings auch recht teuer sind. Ergänzend bietet der Fachhandel noch Arm-, Bein-, Knie- und Nierenwärmer sowie Gesichtsmasken an. Eine Schutzbrille kann das Tränen der Augen aufgrund des schneidenden Fahrtwindes verhindern. Vor allem Pedelec-Nutzern empfiehlt sich kompetenter Wärmeschutz, da sie wegen der geringeren Körperarbeit weniger Eigenwärme erzeugen.

Apropos Pedelec: Neben dem Fahrer reagieren auch die Akkus empfindlich auf Kälte, was mit Reichweitenverlusten einhergeht. Deshalb kann es ratsam sein, die Batterie mit einem Neoprenüberzug zu schützen.

Da Glätte der größte Feind jedes Radfahrers ist, müssen die Reifen genügend Profil haben. Abgefahrene Reifen müssen sofort ausgetauscht werden. Wer mit schmalen Rennreifen unterwegs ist, wechselt besser auf breitere Pneus. Diese empfehlen sich besonders für Elektroräder, da bei ihnen höhere Antriebskräfte auf die Fahrbahn übertragen werden . Leicht verringerter Reifendruck sorgt vor allem auf Schnee für etwas bessere Traktion. Wer auf Nummer sicher gehen will, besorgt sich spezielle Fahrradwinterreifen, die mit ihrer besonderen Gummimischung mehr Grip bieten. Für die Fahrt auf Schnee und Eis greift man eventuell sogar auf Bereifung mit Spikes zurück. (sp-x)