Service-Tipps

14.11.2012 09:10 Age: 5 yrs
Category: Servicetipps

In die Radarfalle getappt

Was passiert, wenn man geblitzt wird und wie sollte man sich verhalten?


Das beste Blitzer-Gegenmittel ist immer noch, sich an die Verkehrsregeln zu halten. (Foto: flickr/Oberau-Online)

Schnappschüsse sind im Urlaub höchst beliebt, im Straßenverkehr dafür umso weniger. Die meisten Autofahrer kennen das rote Blitzen einer Radarfalle und die Schrecksekunden danach. Da ist es gut zu wissen, mit welchen Folgen Raser rechnen müssen und wie sie sich am besten verhalten sollten.

Als erstes verschickt die Polizei einen Anhörungsbogen. Der Bogen gliedert sich in zwei Teile: Angaben zur Person und Angaben zur Sache. Es reicht aus, wenn der Empfänger Angaben zur Person (Name, Anschrift, Geburtsdatum und -ort) ausfüllt, Angaben zur Sache sind keine Pflicht – man muss den Vorwurf also nicht zugeben. Wenn man dadurch sich selbst oder nahe Verwandte belastet, gilt das Zeugnisverweigerungsrecht. Versäumt die Bußgeldstelle den Versand des Anhörungsbogens, ist der Fall nach drei Monaten verjährt. Alternativ darf die Polizei auch direkt die Adresse des Fahrers oder seiner Nachbarn aufsuchen, um ihn anhand des Radarfotos zu identifizieren.

Wer ist gefahren?

Ist der Fahrer auf dem Foto nicht gut erkennbar, kann der Beschuldigte Einspruch erheben. Diesen muss er innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung des Bescheids schriftlich bei der Bußgeldstelle einreichen. Dadurch kommt der Richter in Zugzwang und muss den Angeklagten trotz schlechter Bildqualität identifizieren – etwa anhand bestimmter Charakteristika wie Frisur, Kinnpartie, Augen-, Nasen- und Ohrenform oder Narben. Bestenfalls wird das Bußgeldverfahren wegen Nichtermittlung des verantwortlichen Fahrzeugführers eingestellt. In diesem Fall kann es aber passieren, dass die Verkehrsbehörde des jeweiligen Zulassungsbezirks dem Beschuldigten ein Fahrtenbuch auferlegt.

Bußgeld: bei Rot über die Ampel

Regelfall

90 Euro

drei Punkte

mit Gefährdung

200 Euro

vier Punkte, ein Monat Fahrverbot

mit Sachbeschädigung

240 Euro

vier Punkte, ein Monat Fahrverbot

Bußgeld: zu schnell gefahren
zu schnell

Innerorts

Außerorts

16 bis 20 km/h

35 Euro

30 Euro

21 bis 25 km/h

80 Euro, ein Punkt

70 Euro, ein Punkt

26 bis 30 km/h

100 Euro, drei Punkte

80 Euro, drei Punkte

31 bis 40 km/h

160 Euro, drei Punkte, ein Monat Fahrverbot

120 Euro, drei Punkte

41 bis 50 km/h

200 Euro, vier Punkte, ein Monat Fahrverbot

160 Euro, drei Punkte, ein Monat Fahrverbot