Service-Tipps

26.02.2013 09:30 Age: 5 yrs
Category: Servicetipps

Holper-di-polter

Kurz nicht aufgepasst und schon von einem Schlagloch überrascht. Wie bei einem Unfall gilt: Am besten alles dokumentieren.


Schlaglöcher sind nicht nur gefährlich, sondern können teure Schäden am Fahrzeug verursachen. Quelle: wikimediacommons/4028mdk09

In der kalten Jahreszeit entstehen Schlaglöcher besonders schnell: Wasser, das sich in kleinen Rissen in der Fahrbahn sammelt und gefriert, dehnt sich aus und sprengt die oberste Asphaltschicht. Besonders Reifen, Felgen und Stoßdämpfer, aber auch Querlenker, Federbeine und Spurstangen werden von Schlaglöchern in Mitleidenschaft gezogen. Deshalb gilt: Wer eine Straße bauen lässt, muss die Straßensicherheit gewährleisten. Damit Autofahrer bei einem Schlaglochschaden die Gemeinde, das Bundesland oder den Bund zur Kasse bitten können, müssen sie aber nachweisen, dass diese Pflicht verletzt wurde. Meist kein einfaches Unterfangen.    

Wer trägt Verantwortung?

Bei Straßen ohne Warnschilder können Fahrer nicht einfach davon ausgehen, dass es keine Schlaglöcher gibt. Stattdessen dürfen sie nur so schnell fahren, dass sie auf ein Hindernis reagieren können. Das Gebot gilt zwar auch für Autobahnen, aber weil große Schlaglöcher dort besonders gefährlich sind, müssen sie gekennzeichnet sein. In ländlichen Gegenden müssen Autofahrer hingegen stets mit Straßenschäden rechnen. In bestimmten Fällen, etwa wenn der Straßenschaden so groß ist, dass er sich trotz Warnschild nicht umfahren lässt, können Autofahrer Schadenersatz fordern.

Beweise sichern

Im Zweifelsfall lohnt es sich, Schlagloch und Schaden mit Fotos zu dokumentieren: Wichtig ist dabei, dass die Ausmaße des Lochs deutlich erkennbar sind – etwa mithilfe eines Zollstocks. Am besten sind Zeugen, die bestätigen können, dass der Schaden durch das Schlagloch verursacht wurde. Oder die Polizei nimmt den Schaden vor Ort auf.