Service-Tipps

14.11.2014 08:56 Age: 3 yrs
Category: Servicetipps

Guter Grip nicht nur bei Schnee wichtig

In den Wintermonaten sind knapp doppelt so viele Pkw auf nasser Fahrbahn in Unfälle verwickelt wie im Sommer. Die Zahlen einer aktuellen Studie der TU Dresden zeigen, wie wichtig wintertaugliche Reifen sind.


Guter Grip hilft nicht nur bei Eis und Schnee, sondern auch bei Nässe im Winter. (Bild: Goodyear)

Winterreifen sorgen bei Eis und Schnee für ein sicheres Vorankommen. Doch auch bei Nässe spielt die Zuverlässigkeit der Reifen eine große Rolle. Denn die Winter hierzulande tendieren zu mehr Nässe als Schnee. Dennoch: Die Gefahr, im Winterhalbjahr einen schweren Unfall zu erleiden, ist nicht höher als im Sommer. Jedoch passieren im Winter doppelt so viele Unfälle auf nasser Fahrbahn. Das ist ein Ergebnis einer umfassenden Analyse von 25.000 Verkehrsunfällen der TU Dresden und der Medizinischen Hochschule Hannover in Kooperation mit der Gidas (German In-Depth Accident Study), einem Kooperationsprojekt der Bundesanstalt für Straßenwesen und der Forschungsvereinigung Automobiltechnik. Grund für die Unfälle im Winter ist fehlender Grip der Reifen und damit eine schlechte Bremsleistung auf nasser Fahrbahn. So passieren 81 Prozent aller Crashs  – insbesondere Verlust der Fahrzeugkontrolle und Auffahrunfälle – laut der Unfallforscher aufgrund sogenannter griprelevanter Situationen.

Natürlich muss ein guter Winterreifen weitaus mehr können als nur auf nasser Fahrbahn gut bremsen. Den Kältespezialisten kommt vor allem bei Eis und Schnee eine zentrale Bedeutung zu, wie weitere Zahlen der Unfallanalyse zeigen: Mit Winterpneus steigt das Unfallrisiko auf Eis und Schnee um 17 Prozent, mit Sommerpneus sogar um rund 75 Prozent. Viele Autofahrer unterschätzen immer noch die Gefahr von Sommerreifen im Winter: 22 Prozent aller Unfälle in der kalten Jahreszeit werden von Autos mit Sommerreifen verursacht, obwohl ihr Anteil am gesamten Fahrzeugpark nur rund zehn Prozent beträgt.

Auch eine Winterbereifung nützt nur dann, wenn sie auch über ausreichend Profiltiefe verfügt. Das ist oft nicht der Fall, wie die Berechnungen der Dresdner Analysten ergaben: Bei jedem fünften Pkw, der in einen Unfall verwickelt wurde, lag die Profiltiefe der Winterreifen unter den empfohlenen vier Millimetern, bei drei Prozent der Pkw sogar unter den gesetzlich erlaubten 1,6 Millimetern.