Service-Tipps

16.03.2015 13:35 Age: 3 yrs
Category: Servicetipps

Glänzender Start in den Frühling

Der Schnee schmilzt, die Blumen sprießen und die ersten Wagemutigen lassen schon mal die Jacke zu Hause: Es wird Frühling! Zeit also, das Auto für die warme Jahreszeit flott zu machen. Das bietet sich zum Beispiel Ende März an, beim Wechsel auf die Sommerreifen.


Am besten klappt die Autowäsche in einer Waschanlage oder auf dem SB-Waschplatz. (Foto: CC)

Waschen & Pflegen
Zu allererst sollten Sie den Dreck- und die Streusalzreste des Winters gründlich vom Auto waschen, denn die können zu Rostbildung führen. Besonders auf der Fahrzeugunterseite und im Motorraum kann das mit der Zeit problematisch werden, die Unterbodenwäsche ist deshalb besonders wichtig. Am besten klappt die Autowäsche in einer Waschanlage oder auf dem SB-Waschplatz. Optimal ist ein professionell aufgetragener Unterbodenschutz und eine Heißwachsbehandlung, damit der Lack wieder schön in der Sonne glänzt.

Lackschäden ausbessern

Am Ende der Reinigung zeigt sich dann auch, ob der Lack im Winter Schäden davongetragen hat. Aufgewirbeltes Streugut und Eisstücke können diesen nämlich zerkratzen und sogar bis aufs Karosserieblech durchschlagen. Werden solche Schäden nicht ausgebessert, nagt bald der Rost an der Karosserie. Zur Reparatur empfehlen sich Lackstifte oder die Fahrt in die Werkstatt.

Innenraumpflege
Bei der gepflegten Fahrt in den Frühling ist natürlich auch ein sauberer Innenraum gut: Saugen Sie deshalb die Sitze, den Kofferraum und Fußmatten gründlich aus. Gegen etwaige Feuchtigkeit im Wageninnern lüften sie das Auto bei Sonnenschein mit geöffneten Fenstern. Hat sich die Feuchtigkeit hartnäckig festgesetzt, sollten sie eine Nacht lang Zeitungspapier auf die feuchten Stellen legen – es nimmt das Wasser auf.

Für Durchblick sorgen
Wenn im Winter die Scheiben beschlagen, legt sich nicht nur außen, sondern auch innen ein Schmutzfilm ab. Deshalb sollten Sie die Autoscheiben auf beiden Seiten mit Glasreiniger säubern. Bei dieser Gelegenheit können Sie auch gleich die Scheibenwischblätter prüfen und gegebenenfalls austauschen. Denn im Winter werden die Wischgummis durch den Frost oft beschädigt und porös, was Schlieren auf der Windschutzscheibe nach sich zieht. Außerdem sollten sie das Scheibenwaschwasser mit Frostschutz austauschen. Denn mit den Frühjahrsblumen erwachen auch die Insekten und die lassen sich mit speziellen Reinigungszusätzen für die warme Jahreszeit viel leichter von der Frontscheibe wischen, als mit dem winterlichen Frostschutzmittel.

Sommerreifen aufziehen
Eine Faustregel besagt, dass man Winterreifen nur von Oktober bis Ostern fahren sollte. Denn Winterreifen nutzen sich aufgrund ihrer weichen Gummierung im Sommer schnell ab und bieten weniger Grip auf heißem Asphalt, was die Sicherheit gefährdet. Bringen Sie ihr Auto deshalb Ende März oder Anfang April in die Werkstatt, wo die Profis ihre Reifen auf Profiltiefe sowie Beschädigungen durchchecken und auswuchten. Anschließend wechseln sie die Reifen mit dem exakten Drehmoment, so dass sie sicher am Fahrzeug befestigt sind. Sobald Sie die ersten fünfzig Kilometer nach dem Reifenwechsel gefahren sind, sollten Sie die Radmuttern dann noch einmal selbst nachziehen. Auch eine Einlagerung der Reifen bieten viele Werkstätten an. Wer selbst einlagert sollte auf jeden Fall die Winterreifen vorher gründlich reinigen und deren Position am Fahrzeug mit Kreide auf dem Reifengummi notieren. Bei Reifen mit Felgen ist es zudem vorteilhaft, den Luftdruck um 0,2 bis 0,5 bar zu erhöhen, denn auch wenn die Reifen nicht benutzt werden, verlieren sie langsam Druck. Anschließend die Reifen trocken, kühl und dunkel lagern.

Lichttest und Flüssigkeitsstände
Beim Frühjahrsputz geht es nicht nur um die Wagenschönheit, sondern auch um die Fahrsicherheit. Prüfen sie deshalb, ob ihre Scheinwerfer und Blinklichter noch funktionieren und lassen sie defekte Glühbirnen vom Profi austauschen. Der stellt auch gleich noch die optimalen Scheinwerferwinkel ein. Außerdem sollten Sie die Flüssigkeitsstände von Öl, Kühlwasser und Bremsflüssigkeit kontrollieren lassen, denn gerade beim Thema Bremsen geht es um die Sicherheit.
Abschließend überprüfen Sie das Profil und den Luftdruck des Ersatzreifens und schauen nach, ob der Erste-Hilfe-Kasten komplett ist: Sind die Schutzhandschuhe und die Rettungsdecke vorhanden? Ist das Verfallsdatum des Verbandskasten noch nicht abgelaufen? Sind Warnweste und Warndreieck an ihrem Platz?