Service-Tipps

07.04.2015 13:51 Age: 3 yrs
Category: Servicetipps

Fünf Gründe für den Reifenwechsel in der Werkstatt

Wer ohne professionelles Werkzeug seine Reifen wechselt, kann viel falsch machen. Um auf Nummer sicher zu gehen, besser den Profi in der Werkstatt beauftragen.


Zu wenig Profil, einseitig abgefahren: Den Reifen würden Profis nicht aufziehen. (Foto: GTÜ)

Ohne Auswuchtmaschine, Hebebühne und Drehmomentschlüssel kann beim Reifenwechsel viel schief gehen. Hier sind die fünf wichtigsten Gründe, warum Sie besser eine Werkstatt mit dem Reifenwechsel betrauen.

1. Auf sicheren Reifen

Der Werkstattexperte erkennt sehr schnell, ob ein Reifen beschädigt ist oder nicht mehr ausreichend Profil hat. Vorgeschrieben sind für Sommerreifen 1,6 Millimeter, Experten raten aber zu mindestens 3 Millimetern Profiltiefe, sonst erhöht sich der Bremsweg deutlich und die Gefahr von Aquaplaning ist stark erhöht. Wird man mit zu wenig Profil auf den Reifen erwischt, bedeutet das außerdem 60 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg.

2. Runder Lauf und langes Leben

Der Reifen muss rund laufen, sonst nutzt er sich schneller und einseitig ab. Deshalb hat jede Werkstatt eine Auswuchtmaschine, mit der die Mitarbeiter die Reifen professionell prüfen und Unwuchten ausgleichen. Hat ein Reifen eine Unwucht, zittert das Lenkrad und das Fahrzeug vibriert. Doch auch wenn der Fahrer es gar nicht bemerkt: Durch die Vibrationen werden Radlager und Radaufhängung überbeansprucht. Die Folge: unnötige und teure Reparaturen. Regelmäßiges Auswuchten erhöht zudem die Lebensdauer der Reifen.

3. Rost richtig behandeln

An der Radnabe setzt sich gern Rost fest, den der Experte in der Werkstatt mit einem speziellen Schleifer beseitigt, bevor er den Reifen aufsetzt. Denn liegt das Rad nicht exakt an der Nabe an, steht es schief. An die Nabe selbst Hand anzulegen, birgt erhebliche Risiken: Wird der Rost nicht richtig entfernt, kann sich die Felge bis zum nächsten Reifenwechsel festfressen. Wird die Auflagefläche nach der Beseitigung von Rost nicht mit einem richtigen Mittel behandelt, kann sich der Rost sogar bis zur Bremse ausbreiten. Deshalb sollte man das den Profis überlassen.

4. Sicherer gehoben

Auch im Umgang mit dem Wagenheber sollte man sehr vorsichtig sein. Sonst kann es passieren, dass der Wagen vom Heber herunterrutscht und dabei jemanden verletzt. Wird er falsch am Auto angesetzt, kann er außerdem die Karosserie und andere Teile des Autos beschädigen. Deshalb besser zum Experten gehen, der eine professionelle und sichere Hebebühne hat.

5. Keine Schraube zu locker

Auch beim Festziehen der Schrauben kann viel falsch laufen. Zieht man sie nicht fest genug an, kann sich das Rad während der Fahrt lockern. Nicht mit dem richtigen Anzugsmoment festgezogene Schrauben verursachen zudem häufig Schäden an Radmutter, Gewinde und den Felgen. Die Experten arbeiten mit professionellem Werkzeug wie einem Drehmomentschlüssel, der vorher auf den exakten Anzugswert eingestellt wird. Auch die Reihenfolge ist wichtig, in der die Schrauben angezogen werden, sonst kann sich das Rad verkanten. Die Folge: Im besten Fall eiert das Rad, bei zu viel Spannung kann aber auch die Felge beschädigt werden.