Service-Tipps

07.02.2012 11:47 Age: 6 yrs
Category: Servicetipps

Eiskalt erwischt

Im Winter greifen spezielle Bußgeldregeln


Scheiben, Scheinwerfer und Nummernschild gründlich vom Schnee befreien. Wer beim Blindflug erwischt wird, muss Strafe zahlen. (Fotot: ADAC)

Mit eingeschränkten Sicht- und schwierigen Straßenverhältnissen entpuppt sich die kalte Jahreszeit als Herausforderung für Fahrzeug und Fahrer. Per Gesetz gelten dann jahreszeitlich bedingte Bestimmungen. Wer sich nicht daran hält, riskiert saftige Geldstrafen und Punkte in Flensburg.

Sehen und gesehen werden

Generell gilt: die Sicht darf nicht eingeschränkt sein. Front-, Heck- und Seitenscheiben müssen von Eis und Schnee befreit sein. Ansonsten drohen 10 bis 35 Euro Bußgeld. Weitere fünf Euro sind fällig, wenn das Kennzeichen nicht freigekratzt ist. Für frostfreie Scheiben auch während der Fahrt ist ein Frostschutzmittel unverzichtbar. Eingefrorener Scheibenreiniger kostet bei einer Kontrolle 20 Euro. Nebelschlussleuchten dürfen erst ab einer Sichtweite unter 50 Metern zum Einsatz kommen. Wer sie als grundsätzliche Beleuchtung  verwendet, wird mit 35 Euro zur Kasse gebeten.

Schlitterpartie

Sobald Schnee und Eis auf der Straße liegen, sind Winterreifen Pflicht. Wer keine hat, zahlt 40 Euro Strafe, bei einem Unfall sogar 120 Euro. Doch auch die Qualität der Winterreifen ist entscheidend. Zwischen 50 bis 125 Euro Strafe sind fällig, wenn die Profiltiefe weniger als 1,6 Millimeter beträgt – Werkstätten raten zu einem Wechsel bei weniger vier Millimetern.

Schneeketten

Besonders in Skigebieten herrscht auf vielen Straßen im Winter Schneekettenpflicht. Wer diese missachtet, muss 20 Euro zahlen. Wo aufgezogene Ketten nötig sind, gelten auch strenge Tempolimits. Eine Überschreitung von 10 Stundenkilometern in der 50er-Zone kostet 15 Euro Strafe. Die Höchststrafe von 760 Euro droht, wenn die Geschwindigkeitsbegrenzung um 60 Stundenkilometer überschritten wird – plus vier Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot.