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05.04.2012 17:24 Age: 6 yrs
Category: Servicetipps

Ehrlich währt am längsten

Mit Tricksen kommen Verkehrssünder bei der MPU nicht weit


Außer der verkehrsmedizinischen Untersuchung und der Überprüfung der körperlichen Eignung ist ein psychologisches Gespräch Teil der MPU. (Bild: TÜV SÜD)

Viele fürchten sie: Rund 100.000 Mal im Jahr müssen deutsche Autofahrer zur medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU), auch Idiotentest genannt. Bei einer Durchfallquote von 40 bis 50 Prozent sollten Autofahrer die MPU nicht auf die leichte Schulter nehmen. Der beste Weg ist noch immer, erst gar nicht negativ im Straßenverkehr aufzufallen. Wer aber dennoch zur MPU geladen wird, sollte wissen, was auf ihn zukommt.

Ablauf

Neben der verkehrsmedizinischen Untersuchung und der Überprüfung der körperlichen Eignung ist ein psychologisches Gespräch Teil der MPU. Darin stellt ein Psychologe fest, ob der Betroffene sein Fehlverhalten eingesehen hat und daraus Vorsätze für die Zukunft ableitet.

Nur mit einem positiven Gutachten bekommt der Verkehrssünder seinen Führerschein zurück. Fällt die Beurteilung negativ aus, muss der Prüfling erneut ran. Zwar kann die MPU beliebig oft wiederholt werden, bei Kosten von bis zu 750 Euro möchten die meisten eine erneute Untersuchung allerdings vermeiden. Das Zauberwort dafür heißt „Vorbereitung“.  

Gründlich informieren

Sobald der Termin für die MPU feststeht, sollten die Kandidaten Einsicht in ihre Führerscheinakte bei der örtlichen Führerscheinstelle beantragen. So wissen sie genau, was ihnen vorgeworfen wird. Spezielle Kurse und Beratungsgespräche unterstützen bei der Vorbereitung. Doch Vorsicht: Es gibt viele schwarze Schafe unter den Anbietern.  

Während der Untersuchung

Die MPU kann einige Stunden dauern. Prüflinge sollten also genug Zeit mitbringen. Außerdem sollten sie Nachweise über relevante medizinische Untersuchungen, etwa Bluttests, und regelmäßig eingenommene Medikamente dabei haben. Zudem gilt: Wer pünktlich und ausgeruht erscheint, hinterlässt meist einen besseren Eindruck.

Während der MPU selbst heißt es: Ehrlich währt am längsten. Nur wenn der Prüfling zu seinen Fehlern steht und nichts beschönigt, kann der Gutachter individuelle Hilfestellungen geben. Auch auswendig gelernte Antworten durchschaut der Gutachter schnell. Mit Tricks kommt man seinen Führerschein nur selten zurück.