Service-Tipps

13.12.2013 17:28 Age: 4 yrs
Category: Servicetipps

Das macht müde Kraftpakete munter

Die Autobatterie verliert bei Minusgraden rapide an Leistung. Schwächelt die Batterie, ist es gut zu wissen, ob ein Austausch sinnvoll oder ob sie noch zu retten ist. Die richtige Pflege erhöht die Lebensdauer.


Autobatterien benötigen im Winter besondere Zuneigung. (Bild: CC)

Der Winter setzt der Autobatterie gehörig zu: Durch die Minustemperaturen sind die chemischen Prozesse im Akku stark eingeschränkt, und um den kalten Motor zu starten, braucht der Anlasser mehr Strom als sonst. Zudem sind elektrische Verbraucher wie Licht, Scheibenwischer, Gebläse, Heckscheiben- und Sitzheizung im Winter gefragter als sonst. Sie benötigen oft mehr Energie als die Lichtmaschine nachladen kann – was insbesondere bei Kurzstreckenfahrten mit weniger als zehn Kilometern gilt. Die Folge, wenn der Energiespeicher nicht mehr genug Saft hat: Wenn überhaupt, springt der kalte Motor nur widerwillig an.

Trick bei extremer Kälte

Fängt die Autobatterie an zu schwächeln, bedeutet das nicht gleich das Aus. Oft reicht es, wenn man sie an ein Ladegerät anschließt. Hat die Batterie dann immer noch nicht ausreichend Kraft – etwa weil sie älter als vier Jahre ist oder schon einige Tiefladungen hinter sich hat –, hilft nur noch ein Austausch. Für Starts bei extremer Kälte hat der TÜV Süd einen Trick auf Lager: Vor dem Starten erst einmal zirka drei Minuten die Scheinwerfer einschalten. Dieser Tipp hört sich merkwürdig an, hilft aber. Um einem unverhofften Akkutod vorzubeugen, sollten Fahrer ihren Wagen übrigens nie mit einer leeren Batterie stehen lassen.

Auf die Pflege kommt es an

Damit die Batterie den Winter möglichst gut übersteht, können Autofahrer ein paar Vorkehrungen treffen. Die Oberfläche der Batterie sollte immer sauber und trocken sein. Ebenfalls wichtig ist eine gründliche Reinigung der Batteriepole und Polklemmen. Dort kann sich im Laufe der Zeit eine weißliche Oxidschicht bilden, die den Stromfluss behindert. Zudem sollten die Anschlüsse mit Polfett eingeschmiert werden, damit kein Rost entsteht. Auch wenn moderne Blei-Akkus das Prädikat „wartungsfrei“ tragen, sollte man sie einmal im Jahr einem Routinecheck in einer Werkstatt unterziehen lassen. Kfz-Experten haben die Möglichkeit, die Kaltstartfähigkeit des Stromspeichers zu testen. Zudem überprüfen sie den Sitz der Polklemmen und füllen bei Bedarf Batterieflüssigkeit mit destilliertem Wasser nach.

Bild: CC