Service-Tipps

11.01.2017 13:34 Age: 1 year
Category: Servicetipps

Bei Eis und Schnee: Denken beim Lenken

Blitzeis, Schneechaos, Straßenglätte - der Winter zeigt aktuell sein für Autofahrer hässliches Gesicht. In Panik muss man hinter dem Steuer aber nicht ausbrechen: Wer sich besonnen verhält, kommt unfallfrei in den Frühling.


Blitzeis, Schneechaos, Straßenglätte – der Winter zeigt aktuell sein für Autofahrer hässliches Gesicht. (Foto: ACE/Meliha Sarper)

Blitzeis, Schneechaos, Straßenglätte – der Winter zeigt aktuell sein für Autofahrer hässliches Gesicht. (Foto: ACE/Meliha Sarper)

Pünktlich zum Jahresstart hält der Winter Einzug auf den Straßen Deutschlands. Autofahrer sollten ihre Fahrweise anpassen und sich möglichst vorsichtig verhalten. So ist man auch rechtlich auf der sicheren Seite.

Bei winterlichem Wetter muss der Fahrer seine Fahrweise so anpassen, dass er jederzeit rechtzeitig anhalten kann. Generell wird Mitschuld an einem Glatteis-Unfall immer dann angenommen, wenn das Fahrzeug aufgrund des Eises ins Rutschen geraten ist. Verliert ein Autofahrer bei Glatteis die Kontrolle über seinen Wagen, spricht der Anscheinsbeweis dafür, dass er nicht mit angepasster Geschwindigkeit gefahren ist. Oder ein Fahrmanöver gestartet hat, das den Witterungsverhältnissen nicht angemessen war. Das gilt auch für Blitzeis - hier handelt es sich nicht um höhere Gewalt, die eine Haftung des Autofahrers entfallen ließe.

Zur nötigen Sorgfalt gehört auch, sich an die Winterreifenpflicht zu halten. Wird man von der Polizei bei winterlichen Straßenverhältnissen mit Sommerpneus erwischt, droht ein Bußgeld von 60 Euro und ein Punkt in Flensburg. Bei einem Unfall sind die Strafen höher, zudem ist eine Mitschuld wahrscheinlich.

Bei starkem Schneefall ist nicht nur die Fahrbahn zugeschneit, sondern möglicherweise auch die Verkehrsschilder. Grundsätzlich sind Schilder mit Tempolimits oder Parkverboten nur dann gültig, wenn der Autofahrer sie auch auf den ersten Blick wahrnehmen kann. Das ist aber kein Freibrief: Wer sich darauf beruft, ein Schild nicht gesehen zu haben, muss das im Zweifel nachweisen.

Dabei könnte zwar ein Autofahrer, der ein verschneites Zone-30-Schild in einer fremden Stadt übersehen hat, gute Karten haben. Nicht aber jemand, der täglich auf dem Weg zur Arbeit an dem Verkehrszeichen vorbeikommt. Außerdem setzt die Straßenverkehrsordnung ein gewisses Mitdenken des Autofahrers voraus: Zum Beispiel, dass man sich vor dem Parken nach möglichen (zugeschneiten) Verbotsschildern umsieht. Aber auch, dass man bestimmte Schilder an ihrer Form erkennt, zum Beispiel das achteckige Stoppschild. (sp-x)