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21.07.2014 10:49 Age: 3 yrs
Category: Nachrichten

Weithin sichtbar

In Deutschland gilt seit dem 1. Juli eine Warnwestenpflicht, aber nur für das Mitführen


Pro Fahrzeug muss nach der neuen Vorschrift eine Warnweste für den Fahrer vorhanden sein. Bild: CC/Radis

Sehen und gesehen werden ist besonders im Straßenverkehr überlebenswichtig. Wer eine Warnweste trägt, wird laut Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) am Straßenrand fünfmal früher von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen. Deshalb gilt seit dem 1. Juli 2014 in Deutschland eine allgemeine Warnwestenplicht. Dazu muss in jedem Pkw, Lkw und Bus eine gelbe, rote oder orangefarbene Weste mit reflektierenden Streifen untergebracht sein. Sie muss der neuen Euro-Norm EN ISO 20471 oder der alten EN 471 entsprechen. Motorrad- und Rollerfahrer sowie Wohnmobilbesitzer betrifft diese Vorschrift nicht.

Vorgaben zum Tragen der Warnweste macht der Gesetzgeber nicht. Er setzt auf die Eigenverantwortlichkeit der Verkehrsteilnehmer. Dennoch empfiehlt es sich, bei Pannen, Unfallsituationen in der Dunkelheit oder bei schlechten Sichtverhältnissen die Weste zu tragen. Und dazu sollte sie griffbereit im Handschuhfach oder unterm Fahrersitz liegen. Kann der Fahrer die Weste bei einer Kontrolle nicht vorzeigen, droht ihm ein Verwarnungsgeld von 15 Euro.

Eine Warnwestenpflicht gibt schon in vielen europäischen Ländern, so etwa in Belgien, Frankreich, Italien, Kroatien, Luxemburg, Norwegen, Österreich, Portugal, Slowakei, Slowenien, Spanien oder Ungarn. Urlauber sollten sich daher über die jeweilige Gesetzeslage informieren, um Bußgelder zu vermeiden.