News

12.04.2011 11:17 Age: 7 yrs
Category: Nachrichten

Wahlfreiheit beim Nummernschild

Gute Chancen für die Rückkehr von rund 300 alten Kfz-Kennzeichen


Alte Nummernschilder sind vielleicht bald wieder auf deutschen Straßen zu sehen. (Foto: Hochschule Heilbronn)

Die Verkehrsminister machten in Potsdam Anfang April 2011 den Weg frei für die Wiedereinführung der alten Kfz-Schilder. Sie stimmten einer entsprechenden Initiative der Länder Sachsen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern zu. Einer Änderung der Kfz-Zulassungsverordnung müsste jedoch noch der Bundesrat zustimmen. Die Umsetzung liegt dann bei den Landkreisen.

Laut der Länderinitiative sollen die Autofahrer selbst entscheiden können, ob sie die neuen oder die vor der Kreisgebietsreform verwendeten Kennzeichen nutzen wollen. Damit bekommen die Bürgern wieder die Möglichkeit, „ihre Heimatverbundenheit auch über das Kfz-Kennzeichen auszudrücken", erklärte der sächsische Verkehrsminister Sven Morlok in Potsdam.

Bürger wünschen sich alte Kennzeichen zurück

Über die Wiedereinführung der alten Kennzeichen wird seit längerem diskutiert. Laut der Studie "Initiative Kennzeichenliberalisierung" der Hochschule Heilbronn wünschen sich 73 Prozent aller Bundesbürger das abgeschaffte Kennzeichen zurück. Zuvor hatte der Deutsche Landkreistag die Wiedereinführung alter Kennzeichen abgelehnt und von „nostalgischer Kleinstaaterei“ gesprochen. Der Grund – eine Rückkehr in die Zeit vor den Gebietsreformen der vergangenen Jahrzehnte bedeute mehr Verwaltungsaufwand und Bürokratie.

Doch der Wunsch der Städte hat nicht nur mit Nostalgie zu tun, sondern auch rein praktische Gründe: „Kfz-Kennzeichen sind ein Werbeträger für die Städte, die dadurch präsenter werden, dass die Einwohner ihr eigenes Autokennzeichen spazieren fahren“, sagt Ralf Borchert – Wirtschaftsprofessor der Hochschule Heilbronn.

(Foto: Hochschule Heilbronn)