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12.06.2015 15:14 Age: 3 yrs
Category: Nachrichten

Verliebte Rehe auf der Fahrbahn

Kämpfende Hirsche und liebestrunkene Rehe gefährden im Sommer den Straßenverkehr. Zwischen Juni und August finden die Revierkämpfe mit anschließender Brunftzeit statt. Dann gilt es auf den Landstraßen besonders aufzupassen.


In der Brunftzeit zwischen Juni und August sind die Rehe und Hirsche besonders viel unterwegs. (Foto: Deutsche Wildtier Stiftung/T. Martin)

"Vorsicht Autofahrer: Rehe auf der Fahrbahn..." Solche Meldungen hört man dieser Tage wieder öfter im Radio. Denn junge Rehe und Hirsche dringen in die Reviere älterer Artgenossen ein, um diesen die Weibchen streitig zu machen. Dabei kracht es häufig nicht nur zwischen den Kontrahenten, sondern auch bei Wildunfällen auf der Straße.

Gefahren beim Ausweichen

Taucht ein Rotwild auf der Straße auf, kommt es immer wieder zu Unfällen, weil Autofahrer den Tieren zwar ausweichen, dabei aber gegen Bäume am Straßenrand fahren oder in den Gegenverkehr geraten. Auto-Sicherheits-Experten empfehlen deshalb, in einer solchen Situation das Lenkrad festzuhalten, den Wagen kräftig aber kontrolliert abzubremsen, die Scheinwerfer abzublenden und zu hupen. Meistens suchen die Tiere dann das Weite. Anschließend sollte man die nächsten hundert Meter langsam und mit Abblendlicht weiterfahren, denn wo ein Reh oder Hirsch auftaucht, ist oft auch ein zweiter Artgenosse in der Nähe, warnt die Deutsche Wildtier Stiftung.

Immer die Polizei verständigen

Kommt es tatsächlich zu einem Wildunfall, sollte man die Warnweste anziehen, die Unfallstelle mit einem Warndreieck sichern und die Polizei verständigen. Das gilt auch, wenn das Tier verletzt in den Wald geflohen ist. Die Beamten können dann den Revierinhaber verständigen, der die Unfallbescheinigung für die Autoversicherung ausstellt und das angefahrene Tier aufspürt.