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02.09.2014 11:26 Age: 3 yrs
Category: Nachrichten

Verbandkasten regelmäßig überprüfen

Im Notfall kann man mit Verbänden, Kompressen oder Rettungsdecken am Unfallort fachgerechte Erste-Hilfe leisten – und so Leben retten. Doch Vorsicht, einige Materialien im Verbandkasten haben ein Verfallsdatum.


Neue Norm für neue Inhaltsteile: Ein Pflasterset, zwei Hautreinigungstücher und ein Verbandpäckchen in Kindergröße (im Bild in der Mitte) gehören zu den vom Gesetzgeber seit Januar 2014 ergänzend vorgeschriebenen Inhaltsteilen des Verbandkastens für Autos und Motorräder. (Bild: BVMed 2014)

Seit Anfang des Jahres gilt für das Notfallmaterial im Verbandkasten die geänderte  DIN-Norm 13164 mit neuen Vorschriften. Art und Menge des Inhalts wurden den neusten notfallmedizinischen Erkenntnissen und dem gesteigerten Hygienebedürfnis der Bevölkerung angepasst.

Neu im Bestand: ein 14-teiliges Fertigpflasterset, ein kleines Verbandpäckchen speziell für Kinder und zwei Hautreinigungstücher. Es fallen weg: ein mittelgroßes Verbandpäckchen, ein kleines Verbandtuch, vier Wundschnellverbände und die Mullbinden. Eine genaue Auflistung der neu aufgenommenen und gestrichenen Materialien bietet der Bundesverband Medizintechnologie (bvmed) online unter bit.ly/1ukDD5Q.

Auf Verfallsdatum achten

Apotheken und Automobilhändler dürfen Verbandkästen nach der alten Norm noch bis Ende 2014 verkaufen. Die alten Verbandkästen sind also weiterhin gültig. Doch Autofahrer sollten unbedingt regelmäßig ein Blick aufs Verfallsdatum werfen. Ist das überschritten, verfällt laut bvmed auch die Herstellergarantie für die Sterilität der Kompressen und Verbände. Wer erst gar keinen Verbandkasten mitführt, riskiert bei einer Verkehrskontrolle ein Bußgeld von mindestens fünf Euro und einen Mangel-Vermerk bei der Hauptuntersuchung.

Griffbereit halten

Mindestens genauso wichtig wie die Haltbarkeit ist auch der Aufbewahrungsort: Der Verbandkasten sollte möglichst griffbereit unter einem der Vordersitze oder in gut erreichbaren Seitenfächern verstaut werden.

Bild: BVMed 2014