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31.03.2014 10:27 Age: 4 yrs
Category: Nachrichten

Umfrage: Jeder vierte Schüler setzt sich unter Drogen ans Steuer

Die Anzahl der Autofahrten unter Drogeneinfluss ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen – Wirkung von Alkohol und Drogen wird unterschätzt.


Die Wirkung von Drogen am Steuer wird oft unterschätzt. Was viele nicht wissen: Auch Medikamente können die Fahrtüchtigkeit erheblich beeinflussen. (Bild: CC)

Die Anzahl der Drogenfahrten ist in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen: 2012 verzeichnete das Statistische Bundesamt (Destatis) insgesamt 31.600 Delikte – fünfmal so viel als im Jahr 2000. Darunter waren 1.425 Unfälle, die unter Drogeneinfluss verursacht wurden. 34 Menschen kamen dabei ums Leben, 518 wurden schwer verletzt.

Schüler zu leichtsinnig

Die gefährlichen Auswirkungen von Drogen im Straßenverkehr werden immer noch unterschätzt. Laut einer aktuellen Umfrage an Schulen und Diskotheken im Auftrag der Unfallforschung der Versicherer (UDV) zum Thema „Drogen im Straßenverkehr“ gab jeder vierte Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren an, sich unter Drogen- und Alkoholeinfluss ans Steuer zu setzen. Insgesamt haben 390 Schüler und Diskobesucher in verschiedenen Städten und auf dem Land an der Studie teilgenommen. Zum Vergleich wurde eine frühere Statistik von 2002 zum selben Thema herangezogen und dabei die Entwicklung von Drogenfahrten näher beleuchtet. Die Umfrage zeigt auch, dass vielen jungen Fahrer zum einen gar nicht bewusst ist, dass Autofahren unter Drogeneinfluss verboten ist. Zum anderen ist ihnen die Wirkung und Dauer bestimmter Substanzen nicht bekannt.

Internetseite klärt auf

Deshalb sah der UDV dringend Handlungsbedarf und richtete jüngst das Online-Portal www.dvr.de/drogen ein. Hier erhalten Fahrer Informationen rund um das Thema Drogenkonsum im Straßenverkehr. Sie erfahren mehr über die Zusammensetzung und Wirkung bestimmter Drogen und Medikamente. Ziel ist es auch, ein Bewusstsein für die damit verbundenen Gefahren und Folgen zu schaffen, aber auch Anlaufstellen für Hilfesuchende zu bieten.

Bild: CC