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27.11.2013 16:03 Age: 4 yrs
Category: Nachrichten

Sündenreform: weniger Punkte, höhere Bußgelder

Von Mai 2014 an greift eine neue Regelung der Flensburger Verkehrssünderdatei und damit eine komplette Umstellung des aktuellen Punktesystems. Delikte werden künftig nicht mehr mit einem bis sieben Punkten bewertet, sondern – je nach Schwere – nur noch mit ein, zwei oder drei. Punktesammeln soll so übersichtlicher werden. Hier ein Überblick, was sich dabei ändert und was Autofahrer unbedingt wissen sollten.


Der Punkte-Tacho in den Ampelfarben zeigt an, auf welcher Bewertungsstufe ein Autofahrer steht. (Bild: BMVBS)

Umstellung der Punkteskala

Das bisherige System mit sieben Punkten wir durch eines mit nur noch drei Punkten ersetzt. Der Führerschein ist dann schon bei acht statt 18 Punkten weg. Zudem erhöht sich die Eintragungsgrenze von Verstößen: Punkte gibt es erst ab einem Bußgeld von 60 Euro statt bisher 40 Euro. Bestehende Punkte, die nach neuem Recht nicht mehr eingetragen werden würden, werden zum 1. Mai 2014 gelöscht. Ergänzend gibt es keine Punkte mehr für Delikte, die die Verkehrssicherheit nicht unmittelbar gefährden wie das Fahren in Umweltzonen ohne Plakette oder die Missachtung eines Sonntagsfahrverbotes. Im Gegenzug aber erhöhen sich bestimmte Bußgelder wie das Missachten des Handy-Verbots am Steuer.

Mit der neuen Reform entfällt auch die Tilgungshemmung. Das bedeutet, dass bei einem neuen Verstoß eine bereits eingetragene Tat nicht mehr um bis zu fünf Jahre länger gespeichert bleibt. Zudem können Autofahrer Pünktchen abbauen – einen innerhalb von 5 Jahren –, indem sie freiwillig ein Fahreignungsseminar besuchen.

Der Punkte-Tacho

Der sogenannte Punkte-Tacho mit Ampelfarben soll Autofahrern ihren Status veranschaulichen: Bei vier oder fünf Punkten (gelber Bereich) gibt es eine Ermahnung. Bei sechs oder sieben Punkten (roter Bereich) verwarnt die Polizei und ordnet die Teilnahme an einem Fahreignungsseminar an. Bei acht Punkten (schwarzer Bereich) gibt es kein Erbarmen, der Führerschein wird entzogen.

Eine ausführliche Übersicht der Veränderung gibt es unter www.bmvbs.de mit dem Stichwort „Fahreignungs-Bewertungssystem“.

Bild: BMVBS