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27.05.2011 09:37 Age: 7 yrs
Category: Nachrichten

Studie: Stau macht Stress

Bei viel Verkehr steigt vor allem bei Männern der Stresspegel


Stress im Stau

Besonders Männer sind im Stau gestresst, oft ohne es zu bemerken. (Bild: ADAC)

Das Fahren im Stau oder bei dichtem Verkehr verursacht Stress, der auf Dauer gesundheitsgefährdend sein kann. Das zeigt eine vom Navigationsgerätehersteller TomTom in Auftrag gegebene Studie. Männer sind dabei anfälliger für Stress als Frauen. Bei der Studie wurden die physiologischen Stress-Marker wie etwa Adrenalin im Speichel der Probanden gemessen. Bei Frauen erhöhten sich die Stresshormone bei dichtem Verkehr um 8,7 Prozent, bei Männern sogar um bis zu 60 Prozent.

Stress wird nicht bemerkt

Überraschend war die Selbsteinschätzung der Testfahrer: 20 Minuten nach der Fahrt gaben 67 Prozent der Frauen und die Hälfte der Männer an, dass sie sich nicht gestresst fühlten. Stresstypische Symptome wie Schwindel, Atemnot, Muskel- oder Brustschmerzen blieben oft unbemerkt.

Folgen von Stress

Eine regelmäßige und längere Ausschüttung von Stress-Stoffen kann die Immunfunktion einschränken sowie den Blutdruck und den Blutzuckerspiegel erhöhen. Außerdem können die Fahrer unter Stress aggressiver und unberechenbarer werden. Dass Männer im Auto gestresster sind, begründen die Forscher mit dem im Laufe der Evolution erlernten „Kampf- oder Flucht-Verhalten“.

Strategien gegen Stress

Die Studie zeigt, dass 82 Prozent der Autofahrer ihre Anspannung mit Musik bekämpfen, 21 Prozent unterhalten sich mit den Beifahrern. Viele gestresste Autofahrer telefonieren und essen, um sich vom Straßenverkehr abzulenken. Auch Singen während der Fahrt scheint eine erfolgreiche Methode zu sein: Rund zwei Drittel aller Frauen trällern im Straßenverkehr.

(Bild: ADAC)