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02.08.2010 12:42 Age: 8 yrs
Category: Nachrichten

Sitze teils nicht sicher

Viele Kleinwagen und Minivans haben mangelhafte Kopfstützen.


Foto: UVD

Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) in Berlin hat 211 Autositze aus dem Modelljahr 2010 getestet. Das Ergebnis: Jedes zweite Kleinwagen- und Minivan-Modell hat schlechte oder nur mäßig sichere Kopfstützen. Bei einem Unfall bieten diese Sitze keinen optimalen Schutz der Halswirbelsäule. Dadurch steigt das Risiko, ein Schleudertrauma oder schlimmere Verletzungen der Halswirbelsäule zu erleiden. Beim Test bewertet die UDV sowohl die Einstellbarkeit der Kopfstütze (statischer Test) als auch die Messwerte des Dummies beim Sitz-Crashtest (dynamischer Test).

Sogenannte aktive Kopfstützen gelten als besonders sicher. Sie klappen beim Aufprall eines nachfolgenden Fahrzeugs leicht nach vorne und pressen sich gegen den Hinterkopf, bevor die Wirbelsäule überstreckt wird. Die UDV kritisiert, dass für Autos im unteren Preissegment aktive Kopfstützen gar nicht oder nur gegen Aufpreis erhältlich seien. Generell habe die Sicherheit von Kopfstützen allerdings deutlich zugenommen. Im Jahr 2005 hatten noch 60 Prozent aller getesteten Sitze die Bewertungen „mäßig“ oder „schlecht“ erhalten, in diesem Jahr bekamen nur 28 Prozent diese schlechten Bewertungen. Viele Hersteller hätten außerdem die passiven Systeme in den vergangenen fünf Jahren verbessert, indem sie Rückenlehnen und Kopfstützen besser aufeinander abgestimmt haben, so die Tester. Insgesamt sei bei der Sitzentwicklung ein Trend hin zu aktiven Kopfstützen sichtbar.