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24.08.2012 16:20 Age: 6 yrs
Category: Nachrichten

Reform der Reform?

Bundesverkehrsminister Ramsauer will die alten regionalen Kennzeichen wieder einführen.


Kfz-Kennzeichen in Deutschland (Quelle: BMVBS)

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer will auf Bitte der Verkehrsministerkonferenz die alten regionalen Kennzeichen wieder einführen. Alte, ausgelaufene und auslaufende Unterscheidungszeichen sollen dann wieder aktiviert werden können. Viele dieser sogenannte "Unterscheidungskennzeichen" waren den Zusammenlegungen von Verwaltungsbezirken oder Reformen zum Opfer gefallen. Mit der Reform könnte somit „SMÜ“ zukünftig wieder für Schwabmünchen stehen und Eisenhüttenstadt könnte sein „LOS“ gegen das alte „EH“ eintauschen. Städte und Gemeinden, die in der Vergangenheit nie ein eigenes Kennzeichen im Nummernschild führten, können eine Buchstabenkombination wählen.

„Kennzeichen sind für die meisten Autofahrer eine Herzensangelegenheit. Sie sind Ausdruck von Heimatverbundenheit, Heimatliebe und Identifikation. Künftig können Fahrzeughalter durch ihr Kennzeichen wieder die Zugehörigkeit zu ihrem Herkunftsort, ihrer Gemeinde, Stadt oder Region zeigen“, so Ramsauer gegenüber Focus-Online.

Die von den Ländern bestimmten wieder einzuführenden oder neuen Kennzeichen müssen allerdings dem Bundesverkehrsministerium vorgelegt werden. „Die Zeichenkombination der Erkennungsnummer sowie die Kombination aus Unterscheidungszeichen und Erkennungsnummer dürfen nicht gegen die guten Sitten verstoßen“, besagt die Verordnung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und des Bundesministeriums des Innern.

Die Änderung der Fahrzeug-Zulassungsverordnung bedarf noch der Zustimmung des Bundesrates. Dieser wird sich nach der Sommerpause damit befassen. Dann hätten die Länder das letzte Wort und könnten über die Regelung abstimmen, heißt es aus dem Verkehrsministerium.