News

19.01.2016 09:55 Age: 2 yrs
Category: Nachrichten

Räumfahrzeuge nicht überholen

Winterliche Straßenverhältnisse: Schnee- und Eisglätte halten Deutschland derzeit in Atem. Um den Verkehr am Laufen zu halten, brauchen wir den Winterdienst. Viele Autofahrer wissen allerdings nicht, wie sie mit den ungewohnten Verkehrsteilnehmern umgehen sollen.


Schnee- und Eisglätte halten Deutschland derzeit in Atem. Um den Verkehr am Laufen zu halten, brauchen wir den Winterdienst. (Foto © Daimler)

Schnee und Eis sorgen nicht selten für Verkehrschaos auf deutschen Straßen. Schon in den frühen Morgenstunden und bei Bedarf Tag und Nacht sind deshalb die Winterdienste im Einsatz. Nicht selten behindern Autofahrer die Räumfahrzeuge jedoch - und riskieren Verkehrsunfälle. Wichtigste Regel: nicht überholen.

Auch wenn die langsamen Räumfahrzeuge die Autofahrer auf eine Geduldsprobe stellen - die Devise heißt: Platz machen, zurückhaltend fahren und auf keinen Fall durch riskantes Überholen die Arbeit der Schneepflüge blockieren. In der Regel bringt das Überholen sowieso keinen Zeitvorsprung: Vor dem Schneepflug fährt man auf ungeräumter Fahrbahn und muss das Tempo wieder drosseln, warnt der ADAC. Auch wenn Räumfahrzeuge auf mehrspurigen Straßen versetzt fahren, sollte man sie nicht überholen, sondern in Ruhe ihre Arbeit machen lassen.

Zudem sollte zum Winterdienst genauso der Sicherheitsabstand (mindestens halber Tacho) eingehalten werden, wie zu jedem anderen Verkehrsteilnehmer. Auch weil man sonst Gefahr läuft, mit einer Mischung von Salz und Schnee bespritzt zu werden, was die Windschutzscheibe verschmiert und die Sicht beeinträchtigt. Was viele Autofahrer unterschätzen: Einem entgegenkommenden Räumfahrzeug muss man ausreichend Platz lassen. Denn die Schneeschaufel ist deutlich breiter als das Fahrzeug selbst.

Autofahrer haben übrigens keinen Rechtsanspruch auf freie Fahrbahnen und müssen ihre Fahrweise und Geschwindigkeit den Witterungsbedingungen anpassen. Und glatt wird es nicht erst bei null Grad. Bereits bei drei Grad kann es auf den Straßen gefährlich rutschig werden, vor allem in Waldschneisen und auf Brücken. (sp-x)