News

13.04.2010 14:45 Age: 8 yrs
Category: Nachrichten

Pollen-Allergiker riskieren Führerschein

Allergie-Medikamente können Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen


Wer unter Einfluss von Allergie-Medikamenten Auto fährt, riskiert seinen Führerschein. Das berichtet AUTO BILD in der am Freitag erscheinenden Ausgabe (Heft 12/2010). AUTO BILD-Rechtsexperte Uwe Lenhart erklärt: „Stellt die Polizei Fahrfehler oder bei einer Kontrolle körperliche Ausfallerscheinungen des Fahrers aufgrund von Medikamenten fest, kann das als strafbare Trunkenheitsfahrt gewertet werden.“ Im schlimmsten Fall verliert der Fahrer seine Fahrerlaubnis. Grundsätzlich ist das Autofahren für Pollen-Allergiker während der Heuschnupfenzeit problematisch: Laut einer Studie der American Academy of Allergy, Asthma and Immunology ist das Unfallrisiko bei Allergikern immerhin um 30 Prozent höher als bei Nicht-Allergikern.

Medikamente gegen Heuschnupfen und Blütenstaub-Allergien können müde machen und die Konzentrationsfähigkeit des Fahrers vermindern. Deshalb sollte man vor Fahrtantritt die Beipackzettel lesen und den Arzt oder Apotheker nach möglichen Nebenwirkungen fragen. Hinzu kommt, dass jede zusätzliche Arznei in Verbindung mit Heuschnupfen- oder anderen Antiallergie-Medikamenten unerwünschte Wechselwirkungen auslösen kann. Vor allem Antidepressiva, Neuroleptika und starke Schmerzmittel gelten hierbei als bedenklich – ebenso wie Alkohol. AUTO BILD empfiehlt Allergikern, während der Heuschnupfenzeit Fenster und Schiebedach geschlossen zu halten sowie den normalen Filter gegen spezielle Pollen- oder Aktivkohlefilter zu tauschen. Bei besonders starkem Pollenflug sollte man das Auto sogar lieber ganz stehen lassen.