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06.12.2013 15:13 Age: 4 yrs
Category: Nachrichten

Moderne Benzinmotoren: sparsam, aber schädlich

Sparsame Benzinmotoren mit Direkteinspritzung sind auf dem Vormarsch. Der große Nachteil an ihnen: Pkw mit den kraftstoffarmen Motoren schleudern laut einer Studie 1.000 Mal mehr Feinstaubpartikel raus als herkömmliche Benzinmotoren.


Schädliche Benziner: Umweltverbände fordern Partikelfilter. (Bild: CC)

Der Trend der Autoindustrie geht dauerhaft zu hocheffizienten, sparsamen Benzinmotoren, um den Spritverbrauch möglichst gering zu halten und CO2-Ausstoß zu reduzieren – und das bei sehr guter Fahrleistung. Doch laut einer aktuellen Studie des TÜV Nord im Auftrag der Umweltschutzorganisation Transport & Environment hat das eine dunkle Kehrseite: Pkw mit modernen Direkteinspritzern stoßen zehn Mal mehr Feinstaubpartikel und krebserzeugende Stoffe aus als Dieselmotoren mit Partikelfiltern. Im Vergleich zu herkömmlichen Benzinmotoren mit Saugrohreinspritzung sogar 1.000 Mal mehr. Dieser Feinstaub ist für den menschlichen Organismus äußerst kritisch, weil er besonders leicht in die Lunge und von da aus ins Blut gelangen kann. Ein lang verkanntes Risiko, das jetzt dringend nach einer Lösung verlangt. Deshalb fordern Umweltverbände, die Partikelemissionen von Ottomotoren genauso streng zu behandeln wie die von Dieseln. Doch dagegen sträubt sich derzeit noch die Autoindustrie. Dabei wäre laut TÜV Nord der Aufwand für eine Nachrüstung von Benzin-Partikelfiltern relativ gering und günstig, der Nutzen hingegen groß – besonders vor dem Hintergrund, dass bis Ende des Jahrzehnts fast alle neuen Autos mit Benzinmotoren in Europa mit Direkteinspritzung ausgerüstet sein werden.

Bild: CC