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21.08.2013 13:38 Age: 4 yrs
Category: Nachrichten

Mehr Rechte für Busreisende

Städtereisen mit dem Bus sind sehr beliebt. Doch was ist, wenn dieser sich extrem verspätet oder gar nicht erst losfährt? Was viele nicht wissen: Busreisende haben bei Strecken ab 250 Kilometern europaweit Verbraucherschutzrechte.


Busreisende müssen nervenaufreibende Verspätungen nicht hilflos hinnehmen. Bildquelle: CC

Der Rucksack ist geschultert, Kamera und Reisepass sind griffbereit, fehlt nur noch eins: der Bus. Mit jeder Minute warten, weicht die Vorfreude zunehmender Ungeduld. Dieses Szenario dürfte einigen Reisefans bekannt vorkommen, hinnehmen muss man es allerdings nicht: So haben Busreisende bei Fahrten von mehr als 250 Kilometern etwa Anspruch auf kostenlose Getränke und einen kleinen Imbiss, wenn sich die Abfahrt bei einer Reise ab drei Stunden Fahrtzeit um mehr als 90 Minuten verzögert oder sie auf einen späteren Bus umgebucht werden. Gibt es am selben Tag gar keine Ersatzverbindung mehr, müssen Busunternehmen noch tiefer in die Tasche greifen: In diesem Fall hat der Passagier das Recht auf bis zu zwei Übernachtungen für maximal 80 Euro pro Nacht. Das gilt aber nicht, wenn schlechte Wetterbedingungen oder gar Naturkatastrophen Grund für die Verzögerungen sind.

Bei Annullierung oder wenn sich die Abfahrt um mehr als zwei Stunden verzögert, muss das Busunternehmen entweder den vollen Preis zurück erstatten, oder eine alternative Transportmöglichkeit finden. Gibt es keine Ersatzlösung, haben Urlauber zusätzlich zur Rückerstattung Anspruch auf eine Entschädigung von 50 Prozent des ursprünglichen Fahrpreises – diese ist innerhalb eines Monats zu zahlen.

Bleibt der Bus wegen einer Panne oder einem Unfall liegen, muss sich das Unternehmen um einen Ersatzbus kümmern und die Passagiere im Notfall mit erster Hilfe, Kleidung und einer Unterkunft versorgen. Verletzt sich ein Gast sogar oder wird ein Gepäckstück beschädigt, hat er ebenfalls Anspruch auf Entschädigung.

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