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14.11.2014 08:26 Age: 3 yrs
Category: Nachrichten

Lebensretter serienmäßig an Bord

Seit dem ersten November müssen in Europa neue Autos ein elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) an Bord haben.


Sicher ausweichen: ESP vergleicht mithilfe intelligenter Sensoren 25-mal pro Sekunde, ob das Auto auch dahin fährt, wo der Fahrer hinlenkt. Weichen die Werte voneinander ab, greift das Schleuderschutzsystem unterstützend ein. (Bild: Bosch)

Alle in der Europäischen Union neu zugelassenen Pkw und leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht müssen seit Anfang November mit einem ESP ausgestattet sein. So schreibt es die Europäische Kommission vor. Seit Anfang dieses Jahres wurden in Europa bereits 84 Prozent aller neuen Fahrzeuge mit ESP ausgestattet, weltweit waren es bisher nur 59 Prozent.


Grund für die gesetzliche Einführung ist der Rückgang der Todesfälle und Schwerverletzten im Straßenverkehr mit ESP. Die Wirksamkeit bestätigt eine Studie der Bosch-Unfallforschung: 2011 vermied ESP mehr als 33.000 Unfälle mit Verletzten in Europa und rettete mehr als 1.000 Leben. Und das bei einer geschätzten Ausrüstungsrate von nur 40 Prozent.

Wie funktioniert ESP?
Der Begriff bezeichnet ein elektronisches Fahrassistenzsystem, das durch gezieltes Abbremsen einzelner Räder dem Ausbrechen des Autos entgegenwirkt. Das System vergleicht mithilfe von Sensoren permanent, ob das Auto dorthin fährt, wo der Fahrer hinlenkt. Bei abweichenden Werten greift das Schleuderschutzsystem sowohl in die Brems- als auch in die Motorsteuerung ein.