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24.09.2013 11:53 Age: 4 yrs
Category: Nachrichten

Haltezonen für Elterntaxis

Gut gemeint, schlecht gemacht: der Hol- und Bringservice zur Schule. Laut einer Studie schaden Eltern damit ihren Schützlingen mehr als ihnen bewusst ist. Eine Lösung muss her.


Das Gehen ist des Schülers Lust – und ungefährlicher als das „Taxi Mama und Papa“ zugleich. Bild: CC

Die Zahl ist erschreckend: Laut Statistischem Bundesamt kamen im vergangenen Jahr 10.363 Kinder unter 15 Jahren auf dem Weg zur Schule zu Schaden. Und das im Auto der Eltern. Das sind deutlich mehr als Kinder, die zu Fuß zur Schule gehen. Nicht nur im Auto ist das Gefahrenpotenzial hoch. Auch vor den Schulen ist die Sicherheit der Schüler durch Elterntaxis gefährdet.

Eine wissenschaftliche Studie der Bergischen Universität Wuppertal im Auftrag des ADAC zeigt, dass regelwidriges Parken und riskante Wendemanöver vorm Gebäudeeingang der Schulen ein erhöhtes Risiko für andere Schulkinder und Verkehrsteilnehmer sind. Im Umkehrschluss bedeutet das: Je weniger Elterntaxis in der Nähe von Schulen halten, desto weniger sind die Kinder gefährdet. Deshalb fordert der ADAC speziell ausgewiesene Haltezonen für Elterntaxis. Diese sollten mindestens 250 Meter vom Schuleingang entfernt liegen. So können Staus und Gefahrenzonen vermieden werden.

Die Elterntaxi-Studie bringt noch einen weiteren traurigen Nebeneffekt des elterlichen Fahrservices hervor: Die selbstständige Mobilität der Schüler lässt nach. Handeln und Denken wird den Erwachsenen überlassen. Deshalb empfiehlt der ADAC: die Füße selbst in Bewegung setzen. Das sei fördernder, risikoärmer und gesünder.

(Bild: CC)