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17.10.2013 15:02 Age: 4 yrs
Category: Nachrichten

Freiparken für E-Autos

Wer elektrisch fährt, sollte belohnt werden. Das haben sich die Politiker Baden-Württembergs gedacht und dem Bundesrat den Vorschlag unterbreitet, Elektroautos in Deutschland befristet von den Parkgebühren zu befreien.


Keine Parkgebühren für E-Autofahrer, diesen Vorschlag diskutiert der Bundesrat derzeit. Bild: CC

Motiviert durch Baden-Württembergs Vorstoß, eine Plakette für besonders schadstoffarme Fahrzeuge einzuführen, will der Bundesrat zu Förderung von Elektroautos verschiedene Maßnahmen diskutieren. Denkbar wären etwa Gratisparkplätze vor Ladestationen oder speziell gekennzeichnete Parkbuchten für die umweltfreundlichen Vehikel.

Die Stadt Hamburg hatte kürzlich vorgeschlagen, Kennzeichen für E-Autos mit blauer Schrift und blauem Rahmen einzuführen. Eine weitere Idee ist, die Kennzeichen der Elektroautos mit einem „E“ am Ende zu versehen, vergleichbar mit dem „H“ für Oldtimer. Durch diese Vorteile soll der Verkauf der Fahrzeuge ankurbelt werden. Ziel der Bundesregierung ist es, bis zum Jahr 2020 eine Millionen Elektroautos auf Deutschlands Straßen zu bringen.

Im internationalen Vergleich sind die deutschen Initiativen zur Förderung der Elektromobilität doch sehr dünn. In den USA fördert die Regierung den Kauf etwa eines Chevrolet Volt mit bis zu 7.500 Dollar. In Japan sparen Käufer von E-Autos die Mehrwertsteuer und der Staat übernimmt bis zu 50 Prozent der Mehrkosten gegenüber einem herkömmlichen Antrieb. Eine Prämie zwischen 2.300 und 5.600 Euro erhalten Besitzer eines Elektroautos in Großbritannien. Vorreiter ist jedoch Norwegen. Dort entfallen Maut- und Parkgebühren auf öffentlichen Parkplätzen sowie die Mehrwertsteuer und die hohe Neuwagensteuer. Bis zu 17.000 Euro kann der Steuererlass beim Kauf eines Nissan Leaf betragen.

Bild: CC