News

27.06.2014 13:27 Age: 4 yrs
Category: Nachrichten

Finger weg von Billigreifen!

Die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) warnt Autofahrer vor dem Kauf von Billigreifen aus China und Osteuropa. Diese bergen ein hohes Sicherheitsrisiko.


Erschreckende Testergebnisse: Sogenannte Billigreifen aus China und Osteuropa können lebensgefährlich sein. (Bild: Götz/GTÜ)

Billig ist selten gut. Und im Straßenverkehr kann das richtig gefährlich werden. Die GTÜ testete jetzt vermeintlich billige Sommerreifen aus chinesischer und osteuropäischer Produktion. Sie untersuchten sechs Reifen der Größe 215/45 R17 auf Bremsweg-, Nässe- sowie Handling-Eigenschaften und verglichen sie mit einem Markenreifen aus Europa. Die Ergebnisse bezeichnen die Experten als alarmierend: Bei Vollbremsung auf nasser Fahrbahn mit Tempo 100 hatte selbst der beste unter den billigen Testreifen mit 56,2 Metern einen über sechs Meter längeren Bremsweg als der Markenreifen, der bereits nach 49,9 Metern den Test-Golf zum Stehen brachte. Der Schlechteste kam sogar erst nach 61,9 Metern zum Stillstand. Zur miserablen Qualität kommt noch hinzu, dass einige als Sommerreifen deklarierten No-Name-Produkte eine M+S-Kennzeichnung haben und somit auch als Winterreifen angeboten werden.

Schlechter Gripp, keine Seitenführung, heftige Lastwechselreaktion

Auch in der Disziplin Aquaplaning erreichten die Billigfabrikate schlechte Ergebnisse. Die Reifen schwammen auf nasser Straße auf und das Auto untersteuerte. Die schlechtesten Pneus konnten lediglich die Hälfte der Leistungsfähigkeit des Referenzreifens erreichen.

Auch beim Handling-Kurs fielen die Billigheimer komplett durch: schlechter Gripp, keine Seitenführung, starke Lastwechselreaktion und kaum Traktion.

Fazit der GTÜ-Sicherheitsexperten: Finger weg von Billigreifen. Diese können im Ernstfall lebensgefährlich sein. Zudem seien diese Fabrikate mittlerweile so teuer, dass man schon für 100 Euro mehr einen ganzen Satz Markenreifen bekommt. Mehr zum Billigreifentest auf www.gtue.de.

Bild: Götz/GTÜ