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16.05.2013 17:46 Age: 5 yrs
Category: Nachrichten

Europa lässt die Reifen schleifen

Autofahrer in ganz Europa sparen an ihrer Bereifung, das zeigt eine Studie von Bridgestone. Dabei lohnt das Knausern an dieser Stelle gar nicht.


Viele Autofahrer achten nicht auf den Reifendruck. Dabei hat er wesentlichen Einfluss auf Sicherheit und Spritverbrauch. (Bildquelle: CC)

Der Reifenhersteller Bridgestone hat bei seinem Reifentest 2012 mehr als 28.000 Autos in ganz Europa geprüft. Das Resultat: Bei fast 80 Prozent der getesteten Autos war der Reifendruck zu niedrig, bei einem Viertel entsprach das Profil nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben.

Zu wenig Profil

Ein zu geringes Reifenprofil ist ein großes Sicherheitsrisiko im Straßenverkehr. Der Bremsweg verlängert sich und das Risiko von Aquaplaning auf regennasser Fahrbahn steigt. Die europaweite Vorgabe für Sommerreifen sind 1,6 mm Profiltiefe, Experten empfehlen mindestens 2,5 mm. Wird ein Autofahrer mit zu wenig Profil auf den Reifen erwischt, drohen ihm außer einer Geldstrafe auch Punkte in Flensburg.

Genug Druck?

Wer mit dem falschen Reifendruck fährt, büßt ebenfalls Sicherheit ein. Vor allem ein zu geringer Reifendruck wirkt sich negativ aus – zum Beispiel auf die Fahrstabilität. Darüber hinaus hat der Reifen mehr Auflagefläche auf der Straße. Das erhöht den Rollwiderstand und damit den Verschleiß. Der erhöhte Rollwiderstand wirkt sich außerdem negativ auf den Spritverbrauch aus. Das alles zeigt: Es lohnt sich nicht, an der Bereifung des eigenen Autos und damit an der eigenen Sicherheit zu sparen. Im Gegenteil: Gepflegte, geprüfte Reifen halten länger und helfen beim Spritsparen.

Tipp: Einmal im Monat die Reifen auf Beschädigungen prüfen und den Druck kontrollieren. Wer nicht selbst Hand anlegen möchte, fährt einfach schnell bei der Werkstatt vorbei.