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11.07.2011 15:51 Age: 7 yrs
Category: Nachrichten

Energiepass fürs Auto kommt

Bundesrat stimmt für Entscheidungshilfen zur Auswahl besonders effizienter Fahrzeuge


Energiepass

Skizze: Ein Farbleitsystem soll anschaulich zeigen, wieviel Kohlenstoffdioxid ein Auto produziert. Ein VW Golf wäre Energieklasse E in Relation zu seinem Gewicht. (Grafik: CC)

Der Bundesrat hat dem Energiepass für Autos zugestimmt. Damit gibt die Bundesregierung dem Verbraucher eine Entscheidungshilfe für den Kauf besonders CO2-effizienter Fahrzeuge. Kernstück des Energiepasses ist eine farbige CO2-Skala wie bei Kühlschränken oder Waschmaschinen. Diese soll Auskunft darüber geben, wie CO2-effizient ein Fahrzeug im Verhältnis zu seiner Masse und zum Gesamtmarkt ist. Die Skala reicht vorläufig von A+ (sehr effizient) bis G (wenig effizient).

Ansporn für Hersteller

Mit diesem Label schaffen Bundesregierung und Bundesrat eine verbrauchernahe  Kennzeichnung. Außerdem spornt es die Hersteller an, sparsamer zu werden. Egal ob Kleinwagen oder Luxuskarosse weil sich jeder in seinem Segment anstrengen muss, wird der Wettbewerb um die beste Ökobilanz in allen Klassen gefördert. Damit werden kleine Autos nicht pauschal grün/gut oder große Autos nicht pauschal rot/schlecht eingestuft.

Die Bundesregierung plant, das Gewicht als relevante Bezugsgröße zu verwenden. Denn ein Familien-Van für fünf oder sechs Personen hat generell einen höheren Verbrauch als ein leichtes City-Auto. Darüber hinaus basiert nicht nur in Europa, sondern auch in Ländern wie Japan, China, Südkorea und künftig auch Indien die CO2-Regulierung von Pkw auf dem Gewicht. Allerdings könnte es die Verbraucher verwirren, wenn etwa ein schwerer Geländewagen in einer besseren CO2-Effizienzklasse ist als ein Kleinwagen. Nach einer Erprobungsphase von drei Jahren sollen weitere Kriterien für die Berechnungsgrundlage geprüft werden, etwa der Nutzwert (Zahl der Sitzplätze).