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03.12.2014 15:36 Age: 3 yrs
Category: Nachrichten

Die Jugend fährt gefährlich

Drei von vier jungen Fahrern sind in Autos mit erheblichen Mängeln unterwegs.


Das Risiko eines tödlichen Autounfalls liegt für 18- bis 24-jährige Autofahrer doppelt so hoch wie für den Durchschnitt. (Bild: ADAC)

Das Risiko der 18- bis 24-Jährigen, bei einem Verkehrsunfall getötet zu werden, ist fast doppelt so hoch wie für die Gesamtbevölkerung im Durchschnitt. Daher sollten junge Fahrzeuglenker mit sicheren Autos unterwegs sein. Das Gegenteil ist aber häufig der Fall, wie eine aktuelle Untersuchung zeigt: An den Fahrzeugen von rund 75 Prozent der jungen Fahrer entdeckte die Sachverständigenorganisation Dekra teilweise gravierende Sicherheitsmängel, als sie während der diesjährigen Aktion SafetyCheck fast 16.000 Autos kostenlos prüfte. Vor allem Mängel an den Bremsen, den Reifen und an der Elektronik bedeuten ein erheblich erhöhtes Sicherheitsrisiko für den Fahrer.

Das Durchschnittsalter der Autos von jungen Fahrern liegt bei nahezu zwölf Jahren und damit drei Jahre über dem deutschen Durchschnitt. Die Mängelquote steigt mit dem Fahrzeugalter deutlich an. Bei den Fahrzeugen bis zu einem Alter von drei Jahren wiesen gut 28 Prozent der Fahrzeuge Mängel auf. Bei den sieben- bis neun-jährigen Autos lag die Mängelquote bereits bei 71 Prozent, bei den 13- bis 15-jährigen Fahrzeugen waren es sogar 87 Prozent.

Schirmherr der Initiative SafetyCheck ist Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. Die Aktion soll junge Fahrer für die Sicherheitsrisiken im Straßenverkehr sensibilisieren und daran erinnern, sich besser um das eigene Auto und um die eigene Sicherheit zu kümmern. Viele Werkstätten bieten gerade für junge Autofahrer kostengünstige Finanzierungen an, so dass auch Neulinge am Steuer sicher unterwegs sind.