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11.01.2017 13:29 Age: 1 year
Category: Nachrichten

Bußgelder: Eiskratz-Muffel zahlen

Im Winter kann man als Autofahrer besonders viel falsch machen. Was sind die winterspezifischen Verkehrssünden und wie viel kosten sie?


Der Winter bringt vereiste Scheiben und glatte Straßen und auch Bußgelder, wenn man die speziellen Winterpflichten ignoriert. (Foto: ACE/Meliha Sarper)

Der Winter bringt vereiste Scheiben und glatte Straßen und auch Bußgelder, wenn man die speziellen Winterpflichten ignoriert. (Foto: ACE/Meliha Sarper)

Der Winter bringt nicht nur Unannehmlichkeiten wie vereiste Scheiben und glatte Straßen mit sich, sondern auch spezielle Bußgelder, wenn man typische Winterpflichten ignoriert. Deshalb sollte man sie besser kennen und befolgen.

Die Straßenverkehrsordnung schreibt für Pkw der Witterung entsprechende Reifen vor, die sogenannte "situative Winterreifenpflicht". Wer bei winterlichen Wetterverhältnissen - Glätte, Eis oder Schnee - mit Sommerreifen unterwegs ist, muss mit einem Bußgeld von 60 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Teurer wird es, wenn er jemanden behindert oder gefährdet oder es sogar zu einem Unfall kommt. Dann ist auch der Versicherungsschutz gefährdet.

Wer mit nur einem freigekratzten Guckloch erwischt wird, zahlt ebenfalls, mindestens 10 Euro. Man muss alle Scheiben freikratzen, die Sicht darf nicht behindert sein. Auch die Scheinwerfer, Blinker und Rückleuchten muss man vor dem Start von Schnee befreien. Und auch vom Dach muss die weiße Pracht weg, sonst drohen 25 Euro Bußgeld. Wer schon einmal hinter einem Auto mit massig Schnee auf dem Dach hergefahren ist, weiß, warum das sinnvoll ist. Ein Schnäppchen ist hingegen das Fahren mit verschneitem Kennzeichen: das kostet lediglich 5 Euro.

Zu den winterspezifischen Verkehrssünden zählt auch das Warmlaufenlassen des Motors im Stand. Dafür werden 10 Euro fällig. Wer bei Sichtbehinderung durch Schnee vergisst, das Abblendlicht einzuschalten, zahlt ebenfalls: Außerorts 60 Euro, ein Punkt in Flensburg kommt hinzu. (sp-x)