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17.10.2014 16:27 Age: 3 yrs
Category: Nachrichten

Bußgeld für Geisterfahrer mit Pedal

Fahrradfahrer müssen wieder mit einem Bußgeld rechnen, wenn sie den Radweg auf der falschen Straßenseite benutzen.


Fahrradfahren in die falsche Richtung wird künftig wieder teuer. (Bild: Julia Baier)

Radfahrer müssen mit einem Bußgeld bis zu 35 Euro rechnen, wenn sie auf einem benutzungspflichtigen Radweg in die falsche Richtung fahren, obwohl es einen Radweg in ihre Fahrtrichtung gibt. Damit schließt der Gesetzgeber eine Lücke. Vor fünf Jahren wurde die Verordnung versehentlich gekippt. Jetzt hat der Bundesrat die alte Regelung reaktiviert, weil ein solches Fehlverhalten für entgegenkommende Radfahrer extrem gefährlich sei. So sind viele Radwege nicht breit genug, damit zwei Fahrräder problemlos aneinander vorbeifahren können. Für Kinder bis zehn Jahre gilt diese Regelung nicht: Sie dürfen weiterhin auf dem Bürgersteig in beide Richtungen fahren. Benutzungspflichtige Radwege sind im Übrigen mit einem blauen Schild gekennzeichnet.

Weitere Strafen für Fahrradfahrer:

  • Eine rote Ampel überfahren kostet 60 Euro und bringt einen Punkt in Flensburg
  • Mit mehr als 1,6 Promille Fahrrad fahren gibt drei Punkte, eine Geldstrafe (bis zu einem Nettogehalt) und die Anordnung einer MPU
  • Ab 0,3 Promille liegt eine Straftat vor, wenn geltende Fahrrad-Verkehrsregeln missachtet, Schlangenlinien gefahren werden oder ein Unfall verursacht wird
  • Benutzung eines Mobiltelefons (ohne Freisprecheinrichtung) während des Radfahrens kostet 25 Euro
  • Zu laute Musik über Kopfhörer hören, sodass das Hörvermögen leidet, kostet zehn Euro
  • Wer beim Freihändig fahren von der Polizei erwischt wird, kann fünf Euro loswerden
  • Überqueren eines Bahnübergangs trotz geschlossener (Halb-)Schranke wird mit 350 Euro und zwei Punkten in Flensburg geahndet

Bild: Julia Baier