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03.11.2017 11:07 Age: 75 days
Category: Nachrichten

Bei der HU droht Rückruf-Verweigerern Ärger

Wer im Rahmen des Dieselskandals offiziell zur Umrüstung beordert wird, sollte auch in die Werkstatt gehen. Ansonsten droht Ärger beim nächsten HU-Termin.


Die KÜS prüft VW-Autos auf Teilnahme an der Diesel-Umrüstung. (Foto: KÜS)

Die KÜS prüft VW-Autos auf Teilnahme an der Diesel-Umrüstung. (Foto: KÜS)

Wer einen VW mit Schummel-Diesel nicht umrüsten lässt, kann Ärger bei der Hauptuntersuchung bekommen. Bei einer Vielzahl der Modelle aus dem Volkswagenkonzern kann per Diagnosestecker die im Zuge der Rückrufaktion durchgeführte Umprogrammierung überprüft werden, wie die Sachverständigenorganisation KÜS mitteilt. Aktuell werden unter anderem die Fahrzeuge VW Amarok, Audi A4, A5, A6 und Q6 sowie Seat Exeo überprüft. Hat das Auto noch nicht an der Rückrufaktion teilgenommen oder wurde die Software anschließend manipuliert, könnte das laut KÜS zu einer Verweigerung der Plakette führen. Wer seinen Diesel-Pkw bereits umgerüstet hat, sollte sicherheitshalber das Serviceheft als Beleg zur HU mitbringen.

Die Überprüfung der Teilnahme an der Rückrufaktion soll laut Bundesregierung als Baustein zur Herstellung der Konformität der betroffenen Fahrzeuge dienen. Die Regelung gilt für die 2,4 Millionen Fahrzeuge des VW-Konzerns, die das Bundesverkehrsministerium verpflichtend zurückgerufen hat. Die rund 630.000 freiwillig zurückgerufenen Pkw anderer Hersteller sind nicht betroffen. Zuletzt hatte der VW-Konzern gemeldet, dass 65 Prozent der zurückgerufenen Fahrzeuge bereits umgerüstet wurden.(SP-X)